Erstmals seit 1994
Olympia-Countdown: ÖSV muss wohl auf Startplatz verzichten
In exakt 17 Tagen, am 25. Jänner, ist es soweit. Bis dann müssen die Nationen ihre Fahrerinnen und Fahrer nominieren. Stichtag für die Qualifikation ist der 18. Jänner.
Das bedeutet, der Slalom in Wengen (Herren) und der Super-G in Tarvisio (Frauen) ist das letzte Rennen für Außenseiter, die Kriterien zu erfüllen. Relevanter sind aber Super-G und Abfahrt in Kitzbühel, beziehungsweise Spindleruv bei den Damen. Im Anschluss daran entscheidet der ÖSV über das Aufgebot.
Maximal elf Plätze kann jede Nation pro Geschlecht stellen, jedoch disziplinübergreifend. Bei den Frauen greift Österreich darauf zurück, doch bei den Herren steht ein Platz noch in der Schwebe.
ÖSV-Herren müssen noch zittern
Für das Warum muss man erst einmal das System verstehen. Ein Platz pro Nation und Geschlecht wird über ein FIS-Punktesystem vergeben, wenn die Mindestanforderung erfüllt wird. Damit geht effektiv ein Platz an jede Nation mit einem FIS-Athleten. Zwei weitere Startplätze werden über die Top-30 des Weltcups vergeben - 104 der insgesamt 153 Plätze pro Geschlecht sind vergeben.
Für den Rest wird eine Liste erstellt mit den besten Ergebnissen eines Athleten in seinen besten zwei Disziplinen. Diesen Cut schaffen aber "nur" sieben österreichische Herren, womit der ÖSV bei einem Aufgebot von zehn Athleten angelangt ist. Bei den Damen ist der Cut höher angesetzt, deshalb steht man bei elf Plätzen.
Um den letzten Platz auch noch zu erlangen, ruht die Hoffnung auf kleinen Nationen. Wenn diese ihr Kontingent nicht aufgefüllt bekommen, wäre Österreich das erste Komitee, das einen weiteren Platz bekommt. Stand jetzt würde man in Abfahrt und/oder Slalom aber nicht das Maximum von vier Fahrern aufbieten können.
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