Der Italiener Davide Ballerini profitierte von dem Crash seiner Kollegen auf dem Kopfsteinpflaster in Neapel und holte sich nach 141 Kilometern vor dem Belgier Jasper Stuyven und dem Franzosen Paul Magnier den Sieg. Das Österreicher-Trio Felix Gall, Gregor Mühlberger und Tobias Bayer kam mit dem Feld ins Ziel.
Die Gesamtwertung führt weiter der Portugiese Afonso Eulalio mit knapp drei Minuten Vorsprung auf den Spanier Igor Arrieta an. Am Freitag könnte Eulalios Fahrt in Rosa aber enden, wenn es auf der siebenten Etappe hinauf zum legendären Blockhaus geht. Über 13,6 km wartet eine durchschnittliche Steigung von 8,4 Prozent. Dann ist Topfavorit Jonas Vingegaard erstmals gefordert. Der zweifache Tour-Champion aus Dänemark hatte sich bisher zurückgehalten und konnte auch den vielen Stürzen aus dem Weg gehen. Gall liegt wie Vingegaard derzeit rund sechseinhalb Minuten hinter Eulalio.
Sprintstars rutschten aus
In Neapel ging wenige hundert Meter vor dem Ziel der niederländische Sprintstar Dylan Groenewegen und gut ein Dutzend weiterer Fahrer auf dem feuchten Kopfsteinpflaster zu Boden. Der eigentliche Anfahrer Ballerini nutzte das Chaos und sorgte für den ersten italienischen Sieg beim diesjährigen Giro, der schon seit dem Start in Bulgarien von vielen Stürzen beeinträchtigt ist.
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Schon zuvor hatte es einen heftigen Sturz gegeben. Dabei erwischte es den dreifachen Giro-Etappensieger Nico Denz. Der Deutsche kam in einer Rechtskurve zu Fall und knallte auf den Kopf. Sichtlich benommen schien die Rundfahrt für ihn beendet zu sein, doch der Red-Bull-Profi rappelte sich wieder auf und schaffte es gar zurück ins Peloton.
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