Haller 45.
Unglaublicher Pogacar plant nach Flandern-Solo historischen Coup
Damit verhinderte der Slowene, dass sich der drittplatzierte Niederländer Mathieu van der Poel (Alpecin/+1:01 Min.) mit seinem vierten Erfolg zum alleinigen Rekordsieger krönte. Der Kärntner Marco Haller (Tudor) belegte mit 2:19 Min. Rückstand Rang 45.
Bei der 109. Ausgabe von "De Ronde" setzte sich Pogacar von Brügge nach Oudenaarde vor dem mit van der Poel zeitgleichen dänischen Ex-Weltmeister Mads Pedersen (Lidl-Trek) durch. Es ist Pogacars achter Sieg bei einem der fünf Monumente des Radsports. "Das Ziel war der Sieg, aber am Ende ist es schwierig, das alles zu realisieren", sagte Pogacar. Sein Teamchef Mauro Gianetti schwärmte: "Das war eine unglaubliche, große Show für den Radsport. Alle waren sehr stark. Tadej hat eine unglaubliche Leistung abgeliefert."
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19 Kilometer vor dem Ziel hatte Pogacar am Oude Kwaremont die entscheidende Attacke gesetzt. Mit dem Sieg revanchierte er sich für den Frühjahrsklassiker Mailand-Sanremo, als er im Duell mit van der Poel das Nachsehen hatte. Etwa 130 Kilometer vor dem Ziel gab es einen heftigen Massensturz. Bei hoher Geschwindigkeit waren zwölf Fahrer darin verwickelt, u.a. van der Poel. Haller bestimmte die Geschichte des Rennens mit, er schaffte es "mit relativ wenig Aufwand" in eine Fluchtgruppe. "Wir mussten aber dem Tempo Tribut zollen. Meine Form ist richtig gut, aber dafür gibt es keine Punkte. Am Ende haben halt ein paar Körner gefehlt."
In Frankreich wartet historisches Duell der Superstars
Für die Rad-Fans gibt es jetzt nur eine kurze Pause. Bereits nächsten Sonntag steht traditionell der nächste Kopfstein-Klassiker am Programm. In der "Hölle des Nordens" wird es zum nächsten Duell zwischen Pogacar und Van der Poel kommen. Der Niederländer will das Monument zum dritten Mal in Folge gewinnen, was bislang nur dem Italiener Francesco Moser (1978-1980) und dem Franzosen Octave Lapize (1909-1911) gelungen ist.
Dem gegenüber kann Pogacar ebenfalls die Geschichtsbücher neu schreiben. Sollte er bei seiner Premiere als Erster die Ziellinie im legendären Velodrome von Roubaix überfahren, wäre er der erste Tour-de-France-Titelverteidiger, dem das gelingt. Für alle, die diesen Meilenstein noch übertreffen wollen, wird es schwer. Denn obendrein als Weltmeister und frisch gebackener Flandern-Sieger beim Debüt zu triumphieren, gab es ohnehin noch nie.
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