ATP Monte Carlo
Sandplatz-Saison ruft und der Alcaraz-Thron wackelt
Aus 3350 mach 1190. Diesen Zaubertrick vollführte Sinner in Übersee. Dank seiner Turniersiege bei Indian Wells und Miami - als erster Spieler ohne Satzverlust - verkürzte der Südtiroler seinen Rückstand auf Alcaraz in der Weltrangliste beträchtlich.
Am Sonntag beginnt in Monte Carlo (5. bis 13. April) die Sandplatz-Saison. Auf der roten Asche ist Alcaraz beinahe unschlagbar, gewann 2025 absurde 22 von 23 Spielen. Doch was wie ein reiner Segen für den Iberer klingt, birgt auch Gefahren, die ihm den Thron kosten könnten.
Sinner profitiert von eigener Doping-Sperre
Sinner profitiert nämlich von seiner letztjährigen Dopingsperre. Dadurch verteidigte er bereits im Sunshine Double und noch bis ATP-Masters in Rom (6. bis 16. Mai) keinen einzigen ATP-Punkt! Sein 22-jähriger Konkurrent geht aber als Monaco-Titelverteidiger an den Start und hat daher einige Punkte zu verlieren, wenn er den Erfolg nicht wiederholen kann.
Los geht der Angriff also in Sinners Wahlheimat Monaco: "Ich möchte auf jeden Fall so bereit wie möglich für Monte Carlo sein." Logisch, mit einem Turniersieg zieht er an Alcaraz vorbei, egal was dieser vollbringt. Ein Finaleinzug reicht dem 24-Jährigen ebenfalls, wenn sein Gegner dort nicht Alcaraz heißt. In den vier Monaten 2026 trafen sich die beiden übrigens noch kein einziges Mal direkt.
Alcaraz 66 Wochen an der Spitze
Spielt Sinner jedes Sandplatz-Turnier am Weg, also auch das 500er in Barcelona und das Madrid-Masters, kann er maximal 2500 Punkte holen. In dieser Zeit verteidigt Alcaraz aufgrund seiner Sand-Dominanz 1330 Zähler.
"Plötzlich muss ich wieder in die Spur finden", schrillten beim Spanier die Alarmglocken nach seinem frühen Aus in Miami. "Die Sandplatzsaison steht vor der Tür. Ich habe einige Turniere vor der Brust, auf die ich mich schon sehr freue." Als Moralboost dient ein weiterer Meilenstein: Pünktlich zu Monte Carlo ist er 66 Wochen an der ATP-Spitze und zieht damit mit dem Rekord seines Rivalen gleich.
Djokovic scharrt mit den Hufen
Außerdem dürfte Alcaraz ohnehin relaxed in den Turnier-Reigen starten. Erst vor wenigen Tagen kaufte er sich eine Yacht um zehn Millionen Euro. Auf den 27 Metern spannt er mit Familie und Freunden aus. "Ich liebe Boote einfach. Von Zeit zu Zeit brauche ich Abstand von allem", erklärte er Forbes. Na wenn das nicht perfekte Bedingungen für eine Sieges-Serie sind.
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Noch gar keine Beachtung fand bei diesen Rechenspielchen aber eine nicht unwichtige Tennis-Konstante: Novak Djokovic. Der 38-Jährige musste zwar wegen einer Schulterverletzung zuletzt Miami und nun auch Monaco absagen, in Madrid ist der Serbe aber wieder zurück. Damit könnte er in seine letzte Sandplatz-Saison starten, dabei Sinner und Alcaraz aber ordentlich die Suppe versalzen.
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