Toronto-Abschied?
Deadline-Hammer um Pöltl: Bulls wittern ihre Chance
Zur Erinnerung: Seit 21. Dezember bestritt Pöltl wegen Rückenproblemen kein NBA-Spiel mehr. Nun steht der 30-Jährige wieder im Vollkontakttraining, absolvierte vor der knappen 126:128-Heimniederlage der Toronto Raptors gegen die Minnesota Timberwolves ein intensives Individual-Workout auf dem Court. Die Signale sind positiv, laut APA liegt keine strukturelle Verletzung vor. Ein Einsatz noch vor der All-Star-Pause scheint realistisch.
Doch während Pöltl an seiner Rückkehr feilt, taumeln die Raptors sportlich. Gegen Minnesota verspielte Toronto eine 18-Punkte-Führung, lag zu Beginn des Schlussviertels noch 104:94 vorne – und brach dann auseinander. Anthony Edwards übernahm im Finish, erzielte 13 seiner 30 Punkte in den letzten zwölf Minuten und drehte das Spiel. Bei Toronto hielt Brandon Ingram mit 25 Zählern dagegen – am Ende ohne Happy End. Es war die dritte Niederlage aus den letzten vier Spielen.
Bulls, Grizzlies – wer schnappt sich Pöltl?
Und jetzt wird es brisant. Ausgerechnet vor dem Duell mit den Chicago Bulls in der Nacht auf Freitag (0.30 Uhr) werden die Bulls in US-Medien als möglicher Trade-Partner für Pöltl genannt. Doch die Deadline tickt: Am Donnerstag (21 Uhr/MEZ) schließt das Transferfenster.
Noch spannender: Auch die Memphis Grizzlies gelten nach ihrem Blockbuster-Deal rund um Jaren Jackson Jr. als potenzieller Abnehmer. Memphis hat Gehalt freigeschaufelt und eine Trade Exception in Höhe von 28,9 Millionen Dollar geschaffen – genug Flexibilität, um Pöltls Vertrag aufzunehmen.
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19,5-Millionen-Gehalt wird zum Problem
Parallel verhandelt Toronto mit den Sacramento Kings über ein mögliches Tausch-Paket rund um Domantas Sabonis. Problem: Die Kings haben kein Interesse an Pöltl. Ein drittes Team müsste einspringen. Und Pöltls bis 2029/30 laufender Vertrag mit mehr als 100 Millionen Dollar Restgehalt gilt ligaweit nicht gerade als Schnäppchen – ein potenzieller Abnehmer müsste wohl zusätzlich versüßt werden Chicago wiederum müsste erst Gehalt abgeben, um Pöltls 19,5-Millionen-Cap-Hit unterzubringen.
Fakt ist: Sportlich kämpft Pöltl um sein Comeback. Personell könnte er schon bald Teil eines Deals sein. Die Raptors stehen vor richtungsweisenden Stunden – und der Österreicher steht mittendrin im Deadline-Thriller.
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