Elt Tote nach Explosion in Metro
23-Jähriger soll sich in die Luft gesprengt haben
Bei einem der Täter des Terrorangriffs in der St. Petersburger U-Bahn soll es sich nach Medienberichten um einen Mann aus Zentralasien handeln. "Es gibt eine Version, nach der die Bombe von einem Selbstmordattentäter getragen wurde", sagte eine Quelle innerhalb der Sicherheitsbehörden der Agentur Interfax am Montagabend.
Nach bisherigen Kenntnisstand soll der Mann 23 Jahre alt sein und radikal-islamistisch Verbindungen haben. Die staatliche Agentur Tass zitierte eine Quelle, nach der ein Mann und eine junge Frau aus Zentralasien in die Tat involviert sein könnten. Die Behörden hatten zunächst nach zwei Verdächtigen gesucht, die auf Bildern der Überwachungskameras im Metrobereich entdeckt wurden.
Überwachungskamera soll Bomber zeigen
Russische Medien haben am Montag ein Foto einer Person veröffentlicht, die von der Polizei im Zusammenhang mit der Explosion in der St. Petersburger U-Bahn gesucht werde. Das Foto zeigt einen bärtigen Mann mit schwarzem Hut. Diese Informationen wurden später allerdings widerrufen, da sich der Gefilmte bei den Behörden meldete und beteuerte nichts mit der Tat zu tun zu haben.
Putin legte Blumenkranz nieder
Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Montagabend die Metrostation in St. Petersburg besucht. Putin legte Blumen am Eingang der Station am Technologischen Institut im Zentrum der Stadt nieder und verharrte in stillem Gedenken. Er verließ den Ort, ohne sich zu äußern, wie ein AFP-Fotograf berichtete.
Putin werde laufend über die Erkenntnisse der Ermittler informiert, sagte sein Sprecher Dmitri Peskow gegenüber russischen Agenturen. Das Geschehen trage "alle Anzeichen eines Attentats", fügte er hinzu.
Nach einer aktualisierten Bilanz der russischen Behörden starben bei der Explosion in einem U-Bahn-Waggon elf Menschen. 45 Verletzte seien im Krankenhaus, erklärte die Anti-Terror-Behörde. Zuvor war von zehn Toten und 39 Verletzten die Rede gewesen.
Putin hatte sich zum Zeitpunkt der Explosion nahe St. Petersburg aufgehalten. Am Nachmittag hatte er erklärt, dass er einen terroristischen Hintergrund der Explosion nicht ausschließe.
Alle Ereignisse zum Geschehen können Sie natürlich in unserem Live Ticker auf Seite 2 nachlesen
+++ LIVE-Ticker +++
Ende...
Mit diesen letzten Informationen beenden wir den Live-Ticker. Gute Nacht!
+++ Doch Selbstmordattentäter am Werk +++
Ein Selbstmordattentäter sei verantwortlich für die Explosion in der U-Bahn in St. Petersburg am Montag. Das erfuhr die russische Agentur Interfax aus Justizkreise über die vorläufigen Ermittlungen. Den Kreisen zufolge haben die Behörden auch die Identität des mutmaßlichen Selbstmordattentäters herausgefunden. Es soll sich um einen 23-Jährigen aus Zentralasien handeln. Der junge Mann habe die Bomben in einem Rucksack in die Metro gebracht. Er sei mit radikalen Islamisten in Verbindung gestanden.
+++ Zentralasiate als möglicher Attentäter identifiziert +++
+++ Gefilmter Mann bestreitet Beteiligung an Attentat +++
Ein Mann, der von Überwachungskameras aufgenommen worden war und der unter Verdacht stand, mit der Explosion zu tun zu haben wandte sich an die Polizei und sagte laut Interfax aus, er habe mit der Bluttat nichts zu tun.
Drei der fünf Metro-Linien wieder in Betrieb
Nach der Explosion wurden der Fahrbetrieb eingestellt. Mittlerweile sind ein Großteil wieder in Betrieb. Allerdings wird an den U-Bahn-Eingängen verstärkt kontrolliert.
Brandenburger Tor leuchtet nicht in Farben Russlands
Nach dem Anschlag in der U-Bahn von St. Petersburg sollte das Brandenburger Tor am Montagabend nicht in den russischen Nationalfarben angestrahlt werden. Das sagte ein Senatssprecher der Deutschen Presse-Agentur. St. Petersburg sei keine Partnerstadt von Berlin, hieß es zur Begründung. Davon solle nur in Ausnahmefällen abgewichen werden.
So reagiert US-Präsident Trump
US-Präsident Donald Trump hat mit Entsetzen auf die Explosion in einer U-Bahn in St. Petersburg reagiert. "Schrecklich. Schreckliche Sache", sagte Trump am Montag in Washington auf eine entsprechende Frage. "Es passiert überall auf der Welt. Eine absolut schreckliche Sache."
War die Bombe als Feuerlöscher verkleidet?
Ein auf Twitter aufgetauchtes Dokument soll beweisen, dass die Bombe al Feuerlöscher getarnt war. Die Echtheit des Papiers wurde noch nicht verifiziert.
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Polizei fahndet nach zwei Verdächtigen
Nach dem Bombenanschlag in der Metro von St. Petersburg mit zehn Toten und fast 50 Verletzten hat die Polizei am Montag zwei Verdächtige zur Fahndung ausgeschrieben. Das berichtete die russische Nachrichtenagentur Interfax. Zuvor hatten russische Medien die von einer Überwachungskamera in einer U-Bahnstation gemachte Aufnahme eines Verdächtigen veröffentlicht, darunter die Onlineausgabe von "The Moscow Times".
Foto zeigt die nicht detonierte Bombe
Terror-Experte Shams ul-Haq: "Das war erstmals Zusammenarbeit von IS und tschetschenischen Mudschaheddin"
Der aus Pakistan stammende und seit Jahrzehnten in Deutschland lebende Shams ul-Haq analysiert für Oe24 den Anschlag. Aus seiner Sicht könnte hier erstmals eine Kooperation von Mudschaheddin aus Tschetschenien und IS-Terroristen stattgefunden haben. Für oe24 analysiert er den Anschlag.
Bombe soll in einer Aktentasche platziert worden sein
Jetzt offizielle Terror-Ermittlungen
Die russischen Behörden haben inzwischen offiziell Ermittlungen wegen eines Terrorakts eingeleitet.
Zweiter Sprengsatz soll drei bis fünf Mal so stark gewesen sein
Die entschärfte Bombe war in einem Feuerlöscher versteckt. Die Sprengkraft hätte laut Interfax einem Kilo TNT entsprochen - das ist drei bis fünf Mal die Sprengraft des explodierten Sprengsatzes.
Foto vom zweiten Sprengsatz
Der zweite, nicht explodierte Sprengsatz wurde am "Platz der Revolution" gefunden und entschärft:
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Außenminister Kurz meldet sich via Twitter
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Putin ruft drei Tage Staatstrauer aus
+++ Überwachungskamerafoto zeigt St. Petersburg-Bomber +++
Überwachsungskameras in der Metro von St. Petersburg könnten Bilder des mutmaßlichen Bombenlegers in der U-Bahn aufgenommen haben. Das berichtet die Agentur Interfax am Monat unter Berufung auf informierte Quellen. Die Aufnahmen seien in einer Metro-Station gemacht worden hieß es.
Auswärtiges Amt spricht Reisewarnung für St. Petersburg aus
"Am 03.04.2017 kam es in der U-Bahnstation Sennaja Ploschtschad von St. Petersburg zu Explosionen, die Tote und Verletzte forderten. Bitte meiden Sie dieses Gebiet, seien Sie besonders achtsam und verfolgen Sie die diesbezüglichen Berichte in den Medien. Den Anweisungen der lokalen Behörden ist unbedingt Folge zu leisten", schreiben sie auf ihrer Homepage.
+++ Weiterer Sprengsatz in U-Bahnstation gefunden - zum Glück nicht explodiert +++
In St. Petersburg soll ein weiterer, nicht explodierter Sprengsatz entdeckt worden. Das meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf Behördenquellen in der russischen Millionenstadt. Gefunden wurde die Bombe demnach in der Metrostation Ploschtschad Wosstanija (Platz des Aufstands), die direkt unter dem größten Bahnhof der Stadt liegt.
Nagelbombe war für Detonation zuständig
Nach jüngsten Informationen ist Dynamit zur Explosion gekommen mit Stahlstiften - also eine sogenannte "Nagel-Bombe".
Abgeordneter geht von Terror aus
"Alle Anzeichen deuteten auf einen Terroranschlag hin", sagte Viktor Oserow, Abgeordneter im russischen Föderationsrat.
Metrostation Sennaya Ploschad gesperrt
Zwischen der Station Sennaya Ploschad und Technologistschesky Institut, wie RIA Novosti meldete.
Putin zieht Terrorismus in Betracht
Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine umfassende Untersuchung des Vorfalls angekündigt und sagte in einer Stellungnahme vor Ort, er ziehe alle Ursachen für die Explosionen in Betracht - auch Terrorismus.
8 U-Bahn-Stationen gesperrt
Die U-Bahn-Station Park Pobedy, Elektrossila, Moskowskije worota, Frunsenskaja, Technologitscheskij Institut, Sennaja ploschtschad und Gostinnyj dwor sind geschlossen.
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