Brennpunkt
Angst vor Eskalation: Ölpreise schießen nach oben – wichtige Route weiter blockiert
Nach einem kurzen Rückgang zu Wochenbeginn geht es für die Ölpreise am Dienstag wieder steil nach oben. Die Nordsee-Sorte Brent verteuert sich um rund fünf Prozent auf 104,98 Dollar (91,46 Euro) pro Fass, auch US-Öl (WTI) zieht deutlich an und nähert sich der 100-Dollar-Marke.
Damit reagieren die Märkte sensibel auf die angespannte geopolitische Lage.
Straße von Hormus bleibt Brennpunkt
Im Fokus steht weiterhin die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Transportrouten für Öl weltweit. Aktuell können Tanker die Passage nicht nutzen, was die Sorge vor Lieferengpässen weiter verstärkt. Die strategische Bedeutung der Route macht die Situation besonders brisant: Ein großer Teil des globalen Ölhandels läuft durch diese Meerenge.
Verbündete der USA haben Forderungen abgelehnt, Kriegsschiffe zur Sicherung der Tanker zu entsenden. Damit bleibt die Lage vorerst ungelöst – und die Unsicherheit hoch.
Experten warnen vor Eskalation
Marktanalyst Tony Sycamore sieht weiterhin große Risiken. Schon ein einzelner Zwischenfall könnte die Situation dramatisch verschärfen. "Es genügt eine einzige iranische Miliz, die eine Rakete abfeuert oder eine Mine an einem vorbeifahrenden Tanker anbringt, um die gesamte Situation erneut eskalieren zu lassen", warnt der Experte.
Die Kombination aus blockierter Handelsroute und fehlender militärischer Absicherung sorgt für anhaltende Nervosität an den Märkten. Anleger rechnen jederzeit mit weiteren Preissprüngen.
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