Nach Horror-Brand
Crans Montana: Italien spricht von 300.000 Euro Schaden
Nach dem tödlichen Brand in Crans Montana hat Italien bei der Staatsanwaltschaft in Sion einen Antrag auf Zulassung als Nebenkläger eingebracht. Der Antrag wurde vom Rechtsanwalt Romain Jordan im Auftrag des italienischen Staates eingereicht.
Zunächst nur Kosten des Zivilschutzes
Die bisher geschätzte Schadenssumme beläuft sich auf rund 300.000 Euro. Dabei handelt es sich laut Antrag zunächst ausschließlich um Kosten des italienischen Zivilschutzes für die Opfer der Katastrophe. Weitere Ausgaben, etwa für medizinische Versorgung, andere Behörden oder betroffene Regionen, seien darin noch nicht enthalten und sollen später ergänzt werden.
Meloni empört über Spitalrechnungen
Für zusätzliche Aufregung sorgten zuletzt Spitalrechnungen aus der Schweiz, die an italienische Opfer verschickt worden waren. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zeigte sich darüber empört. Die Rechnungen betrafen Behandlungen von Verletzten der Brandkatastrophe.
Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin sprach laut Medienberichten bereits am Montag mit Meloni über den Vorfall. Dabei habe er zugesichert, dass vorerst keine weiteren Spitalrechnungen aus der Schweiz ins Ausland verschickt würden. Parmelin traf am Dienstag außerdem Italiens Präsidenten Sergio Mattarella sowie Außenminister Antonio Tajani.
41 Tote bei Brandkatastrophe
Bei dem verheerenden Brand in der Silvesternacht im Skiort Crans Montana kamen insgesamt 41 Menschen ums Leben. Weitere 115 Personen wurden teils schwer verletzt.
Unter den Todesopfern befanden sich auch sechs italienische Jugendliche.
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