Ägypten
Gewalttätiger Machtkampf nimmt kein Ende
In Ägypten spitz sich der Machtkampf zwischen dem Militär und der Muslimbruderschaft weiter zu. Der ägyptische Übergangspremier Hazem al-Beblawi will offenbar die Muslimbruderschaft verbieten lassen. Beblawi haben dem für die Zulassung von Nichtregierungsorganisationen zuständigen Sozialminister den Vorschlag unterbreitet, die Vereinigung auflösen zu lassen, erklärte eine Regierungssprecher am Samstag. Die Regierung müsse nun die Sache beraten.
Sohn des Muslimbruder-Oberhauptes bei Unruhen gestorben
Nach dem Tod von mehr als 173 Menschen am "Tag des Zorns" richtet sich Ägypten auf weitere Gewaltausbrüche ein. Die Muslimbrüder des entmachteten Präsidenten Mohammed Mursi riefen zu einer Woche landesweiter Proteste auf, die am Samstag beginnen sollte. Bei Zusammenstößen waren am Freitag nach Angaben der Regierung 1004 Islamisten festgenommen worden. Der Tod des Sohnes von Muslimbrüder-Oberhaupt Mohammed Badie, der bei den Unruhen tödlich verwundet wurde, dürfte die Situation noch zusätzlich verschärfen. Ebenso wie die Ankündigung der Übergangsregierung, über eine Auflösung der Muslimbruderschaft beraten zu wollen.
VIDEO: Tag der Wut in Ägypten
Gewalt in Ägypten eskaliert
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