Massaker
ISIS: Paris-Attentäter sind Helden
Die radikale Miliz Islamischer Staat (IS) hat die Attentäter von Paris für deren Anschlag auf die Redaktion der französischen Satire-Wochenzeitung "Charlie Hebdo" als Helden gewürdigt. "Heroische Jihadisten" hätten die Tat verübt, hieß es laut dem Beobachtungsdienst Site in einer im Internet veröffentlichten Audio-Botschaft der Islamisten.
Drohung
Der Anschlag sei der Start einer größeren Terrorkampagne mit weiteren Angriffen in Europa und den USA bezeichnet. "Wir haben mit der Operation in Frankreich begonnen, für die wir die Verantwortung übernehmen", sagte der IS-Prediger Abu Saad al-Ansari laut Anwesenden beim Freitagsgebet in der nordirakischen Stadt Mosul.
"Morgen werden es Großbritannien, die USA und andere sein." Die Drohung gelte für alle Länder des Bündnisses, das Luftangriffe auf den Islamischen Staat fliege
Seit 2011 potentielles Angriffsziel
Der Islamische Staat hat in Syrien und im Irak große Landesteile erobert. IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi hat zudem zu Anschlägen in anderen Ländern aufgerufen. Schwarz vermummte Männer hatten am Mittwoch in Paris die Büros von "Charlie Hebdo" gestürmt und unter anderem Chefredakteur Stephane Charbonnier sowie weitere Journalisten und Polizisten erschossen. In einer Videoaufnahme sind die Attentäter auf Französisch mit den Worten zu hören: "Wir haben den Propheten Mohammed gerächt."
Die Redaktion galt spätestens seit 2011 als potenzielles Angriffsziel. Damals war ein Brandanschlag auf die Wochenzeitung verübt worden, nachdem sie eine Karikatur des islamischen Propheten Mohammed auf ihrer Titelseite veröffentlicht hatte.
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