Trafalgar Square
London trauert um die Terror-Opfer
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Tausende Menschen haben am Donnerstagabend am Trafalgar Square in London der Opfer des Terroranschlages gedacht. Londons Bürgermeister Sadiq Khan zündete während einer Gedenkzeremonie vor den Stufen der National Gallery Kerzen für die Opfer an. "Londoner werden sich nie von Terror einschüchtern lassen", rief Khan den Menschen zu.
Insgesamt wurden etwa 40 wurden verletzt. Beinahe 30 Menschen aus elf Ländern mussten im Krankenhaus behandelt werden, unter ihnen auch eine Frau aus Deutschland. Zwei der verletzten schwebten auch am Donnerstagabend noch in Lebensgefahr.
Wie Scotland Yard bekannt gab, identifizierten sie den toten mutmaßlichen Attentäter von London als Khalid Masood. Der 52-Jährige ist in Kent geboren und lebte nun in der Gegend von Birmingham. Masood hatte mehrere Identitäten und war den Behörden bereits bekannt. Er wurde bereits wegen unerlaubten Waffenbesitzes verurteilt, jedoch nie im Zusammenhang mit Terrorismus.
IS reklamierte Tat für sich
Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat den Terroranschlag in London für sich reklamiert. Ein "Soldat" des IS habe die Operation ausgeführt, meldete das IS-Sprachrohr AMAQ am Donnerstag unter Berufung auf nicht näher genannte Sicherheitskreise über das Internet.
Die Operation folgte dem Aufruf zu Angriffen auf die Länder der Koalition", hieß es bei AMAQ weiter mit Bezug auf die Staaten, die sich in einer internationalen Koalition am Kampf gegen den IS in Syrien und im Irak beteiligen. AMAQ berief sich in der Mitteilung auf "eine Sicherheits-Quelle".
Attentäter war Brite
Der Attentäter von London stammt aus Großbritannien und war der Polizei bekannt. Das berichtete die britische Premierministerin Theresa May am Donnerstag in London vor dem Unterhaus. Die Zahl der Festnahmen habe sich auf acht erhöht - von zuvor sieben.
"Was ich bestätigen kann, ist, dass der Mann in Großbritannien geboren wurde und dass er vor einigen Jahren vom MI5 (Inlandsgeheimdienst, Anm.) überprüft wurde im Zusammenhang mit der Besorgnis über gewaltsamen Extremismus", sagte May. "Er war eine periphere Figur", fügte sie hinzu. "Dieser Fall ist historisch, er war nicht Teil des laufenden Geheimdienst-Bildes." Es habe im Vorhinein keine Geheimdienstinformationen über seine Absicht, einen Anschlag zu verüben, gegeben.
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Fünftes Todesopfer nach Anschlag von London
Nach dem Anschlag von London ist die Zahl der Todesopfer auf fünf gestiegen. Ein 75 Jahre alter Mann sei an den Folgen seiner schweren Verletzungen gestorben, berichtete Sky News am Donnerstagabend unter Berufung auf die Polizei. Zuvor hatte Scotland Yard mitgeteilt, dass zwei Opfer des Anschlages weiter in Lebensgefahr schwebten. Der Zustand von fünf weiteren Verletzten sei kritisch
Paket bei Westminster unbedenklich
BREAKING: Medienberichte über verdächtiges Paket bei Westminister
Tausende gedenken am Trafalgar Square der Opfer von London
(C) GETTY
Polizei: Festgenommene planten Terrorakt
Einen Tag nach dem Londoner Anschlag wertet die britische Polizei die danach erfolgten Festnahmen als Volltreffer. Alle acht Festgenommenen würden der Terrorvorbereitungen verdächtigt, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Ermittlungen würden mit Hunderten Beamten fortgesetzt, derzeit gebe es noch Razzien in Wales, in Birmingham und in London. Premierministerin Theresa May hatte kurz zuvor erklärt, der Angreifer sei ein Einzeltäter gewesen. Der Brite hatte am Mittwoch mit einem Auto auf der Westminster Bridge zwei Menschen getötet, dann auf dem Parlamentsgelände einen unbewaffneten Polizisten erstochen, bevor er selbst erschossen wurde. Die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) reklamierte die Tat für sich.
Masood soll Frau und Kind haben
Wie Nachbarn aus Birmingham berichten, soll der mutmaßliche London-Attentäter eine asiatische Frau und ein Kind gehabt haben. Auf die Nachricht, dass er der Killer von London sein soll, reagierten viele geschockt. "Er war nie auffällig. Immer nett und ein leidenschaftlicher Gärtner", sagt eine Nachbarin gegenüber dem Guardian.
+++ Polizei: Der Attentäter heißt Khalid Masood +++
Scotland Yard identifizierte den mutmaßlichen Attentäter von London als Khalid Masood. Er soll 52 Jahre alt gewesen sein.
100 spanische Schüler saßen auf "London Eye" fest
Während der Terrorattacke in London saßen am Mittwoch auch mehr als 100 Schüler aus Spanien auf dem weltberühmten Riesenrad "London Eye" fest. Die Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren, die auf Klassenfahrt in der britischen Hauptstadt waren, hätten gut zweieinhalb Stunden in den Kabinen der Attraktion ausharren müssen, sagte Schuldirektor Jose Maria Vaquero am Donnerstag der dpa. "In der ganzen Dramatik haben wir die Situation mit einer gewissen Ruhe durchlebt", erklärte er. Die Lehrer seien mittels ihrer Mobiltelefone ständig in Kontakt zur Außenwelt gewesen. Das "London Eye" war gleich nach ersten Berichten über den Anschlag vorsorglich angehalten worden. Die nach Angaben der Betreiber 135 Meter hohe Konstruktion ist nur etwa 500 Meter Luftlinie vom Parlament entfernt.
Westminster-Brücke wieder offen
Die Londoner Westminster-Brücke ist weniger als 24 Stunden nach dem Terroranschlag wieder für den Verkehr freigegeben worden. Das teilte die Londoner Verkehrsorganisation Transport for London am Donnerstag auf Twitter mit. Die Brücke über die Themse war gesperrt worden, nachdem dort ein Attentäter am Mittwoch in Menschen gerast war. Ein Mann und eine Frau starben auf der Brücke. Eine andere Frau stürzte ins Wasser und wurde später mit ernsten Verletzungen geborgen.
Papst "tief betrübt"
Papst Franziskus hat sich bestürzt über das Attentat in London gezeigt. Er sei "tief betrübt" über die Nachricht von Toten und Verletzten in Folge des Angriffs im Zentrum Londons, so der Papst am Donnerstag in einem Telegramm an den Vorsitzenden der Katholischen Bischofskonferenz von England und Wales, Kardinal Vincent Nichols. Nichols ist Erzbischof von Westminster, wo der Anschlag auch verübt wurde. In seinem Schreiben erklärte Papst Franziskus seine Anteilnahme mit allen von dem Anschlag Betroffenen und versicherte sie seines Gebetes.
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ISIS bekennt sich
Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat den Terroranschlag in London für sich reklamiert. Ein "Soldat" des IS habe die Operation ausgeführt, meldete das IS-Sprachrohr AMAQ am Donnerstag unter Berufung auf nicht näher genannte Sicherheitskreise über das Internet.
Auto war ein Mietwagen
Das bei dem Terroranschlag in London als Waffe verwendete Auto ist ein Mietwagen. Der Hyundai wurde bei einer Enterprise-Filiale gemietet, wie der Autovermieter britischen Medien gegenüber erklärte. Den Berichten zufolge wurde es in einer Filiale in der Stadt Solihull nahe Birmingham abgeholt. Ein Attentäter war damit am Mittwoch in Passanten auf der Westminster-Brücke gerast und hatte zwei Menschen getötet und Dutzende Menschen verletzt.
Queen: "Gedanken, Gebete und Mitgefühl"
Die britische Königin Elizabeth II. hat den Opfern des Terroranschlags von London ihr Mitgefühl ausgesprochen. "Meine Gedanken, Gebete und mein tiefstes Mitgefühl sind bei all denen, die von der gestrigen furchtbaren Gewalt betroffen sind", erklärte die 90-jährige Monarchin in einer am Donnerstag vom Königshaus verbreiteten Mitteilung. "Ich weiß, ich spreche im Namen aller, wenn ich meinen tiefen Dank und meine Bewunderung für die Mitglieder der Polizei ausdrücke und für all diejenigen, die so selbstlos daran arbeiten, andere zu schützen", hieß es weiter.
Putin: Müssen im Anti-Terror-Kampf eng kooperieren
Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach dem Anschlag in London eine engere Kooperation im Kampf gegen den Terrorismus gefordert. "Um die terroristische Bedrohung zu bekämpfen, muss es eine echte Zusammenarbeit der gesamten Weltgemeinschaft geben", hieß es in einem Schreiben des Staatschefs an die britische Premierministerin Theresa May am Donnerstag. Die Kräfte des Terrors würden immer "heimtückischer und zynischer". Am britischen Parlament sind am Mittwochnachmittag mindestens vier Menschen getötet worden, darunter der Täter. Etwa 40 Menschen wurden verletzt.
Attentäter als Brite identifiziert
Der London-Attentäter besitzt einen britischen Pass und war dem Geheimdienst bekannt.
Glaubensführer beteten für Opfer
Der Erzbischof von Westminster, Kardinal Vincent Nichols, der anglikanische Primas und Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, und die Mitglieder der britischen interreligiösen Plattform Faith Forum haben am Mittwochabend spontane Gedenken und Gebetstreffen für die Opfer des Londoner Terroranschlags abgehalten. Vier Menschen wurden dabei getötet und etwa 40 verletzt.
Auch Pariser Sonderstaatsanwälte ermitteln
Nach dem Anschlag in London ermittelt auch die Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft, da drei französische Schüler verletzt wurden. Es gehe um den Vorwurf eines Mordversuchs in Verbindung mit einem terroristischen Vorhaben, bestätigten Justizkreise am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Untersuchung wurde an die Anti-Terror-Einheit der Kriminalpolizei und den Inlandsgeheimdienst DGSI übergeben.
Iran verurteilte Anschlag
Der Iran hat die Terrorangriffe in London scharf verurteilt und den Familien der Opfer sein Beileid ausgesprochen. Gleichzeitig aber kritisierte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi die Unfähigkeit der internationalen Gemeinschaft, eine gemeinsame Front gegen den Terrorismus aufzubauen. "Solange es keine gemeinsame Front gibt, erleben wir weiterhin diese teuflischen und unmenschlichen Terroraktionen", sagte der Sprecher am Donnerstag. Der Terrorismus kenne keine geografischen Grenzen mehr und daher sei eine gemeinsame internationale Koalition auch so notwendig, so der Sprecher laut Nachrichtenagentur ISNA.
Minister: "Verbindung zu islamistischem Terrorismus"
Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon geht davon aus, dass der Londoner Anschlag "in Verbindung zum islamistischen Terrorismus" steht. Das sagte er laut dem Fernsehsender BBD am Donnerstag. Die Sicherheitsmaßnahmen rund um das Parlamentsgebäude würden überprüft.
Paris schaltet Beleuchtung des Eiffelturms ab
Als Zeichen der Solidarität mit den Opfer des Anschlags in London schaltet Paris am Mittwochabend die Beleuchtung des Eiffelturms ab. Die Lichter des Wahrzeichens der französischen Hauptstadt werden um Mitternacht ausgeknipst, wie das Pariser Rathaus mitteilte. Die Entscheidung wurde demnach von Bürgermeisterin Anne Hidalgo getroffen, die ihrem Londoner Kollegen Sadiq Khan ihre "Solidarität" ausdrückte. Paris und London hätten "sehr enge Verbindungen", die zuletzt sogar noch enger geworden seien, erklärte Hidalgo.
Video zeigt Londoner Terror-Fahrt
Doch nur 4 Tote
Die britische Polizei hat die Zahl der bei dem Londoner Anschlag getöteten Menschen auf vier korrigiert. Der Attentäter sowie drei weitere Menschen seien getötet worden, sagte der Chef der Terrorabwehr von Scotland Yard, Mark Rowley, am Donnerstag in London. Die drei Todesopfer seien eine Frau, ein Mann sowie der vor dem Parlament mit einem Messer attackierte Polizist. Am Mittwochabend hatte die Polizei von insgesamt fünf Toten gesprochen.
London-Terror - Polizei: Sieben Festnahmen
Nach dem Terroranschlag in London haben bewaffnete Polizisten in Großbritannien insgesamt sieben Personen festgenommen. Das teilte Scotland Yard am Donnerstag mit. Zuvor seien mehrere Wohnungen in London und Birmingham durchsucht worden. Scotland Yard geht von einem terroristischen Anschlag aus.
Österreichs Botschafter entkamen knapp Anschlag
Nationalfonds-Chefin und Botschafter waren zum Zeitpunkt der Angriffe im britischen Parlament.
Bürger mehrerer Staaten unter Opfern
Einen Tag nach dem Terroranschlag in London werden immer mehr Details über die Toten und Verletzten bekannt. Vier Mitglieder einer Studentengruppe der englischen Universität von Edge Hill in Lancashire und drei französische Schulkinder gehören zu den insgesamt rund 40 Verletzten. Der von dem Angreifer erstochene Polizist ist ein 48-jähriger Ehemann und Vater. Der Staatssekretär des Außenministeriums, Tobias Ellwood, hatte noch verzweifelt versucht, durch Mund-zu-Mund-Beatmung das Leben des Polizisten zu retten. Ellwood hatte nach Medienberichten vom Donnerstag seinen Bruder bei einem Bombenanschlag auf Bali verloren.
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