Laut Experte
Überraschung um toten Wal: Timmy war wohl weiblich
Vor der dänischen Insel Anholt liegt der tote Buckelwal weiterhin im Wasser. Inzwischen gilt als gesichert, dass es sich um jenen Wal handelt, der Anfang Mai nach einer Rettungsaktion in der Nordsee freigelassen worden war. Ein Ortungssender sowie Vergleiche der Schwanzflosse sollen laut Berichten keinen Zweifel an der Identität lassen.
Jetzt sorgt jedoch eine neue Erkenntnis für Diskussionen: Meeresbiologe und Walforscher Fabian Ritter ist überzeugt, dass Timmy weiblich war.
Neue Hinweise am Kadaver
Erst durch die aktuelle Lage des toten Tieres sei eine genauere Untersuchung möglich geworden. Der Wal treibt auf dem Rücken, wodurch der Bereich rund um das Geschlecht erstmals klar sichtbar wurde.
Gegenüber der Bild erklärte Ritter nach Analyse von Fotos, dass deutliche körperliche Merkmale auf ein Weibchen hindeuten. „Bei einer Wal-Frau liegen dicht neben der Geschlechtsöffnung rechts und links jeweils eine Milchdrüsenspalte“, so der Experte. Genau diese Merkmale seien auf den Bildern erkennbar.
Damit wäre klar: Aus „Timmy“ könnte biologisch betrachtet eher eine „Tina“ geworden sein.
Warum der Wal Geräusche machte
Zuvor war mehrfach angenommen worden, der Wal müsse männlich sein, auch weil Beobachter über Lautäußerungen berichtet hatten. Männliche Buckelwale sind für ihren Gesang bekannt. Doch Ritter widerspricht dieser Schlussfolgerung. Timmy habe nicht gesungen, sondern lediglich Laute von sich gegeben. „Das war kein Gesang, sondern wahrscheinlich Klagerufe“, erklärte der Forscher.
Damit bekommt das tragische Schicksal des jungen Buckelwals nun eine weitere überraschende Wendung.
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