Nach Ukraine-Gipfel
Geheim-Telefonat zwischen Putin und Trump - erste Details
Donald Trump hat mit Wladimir Putin telefoniert. Erst gestern hatte er sich mit Selenskyj getroffen und anschließend virtuell mit wichtigen EU-Staats- und Regierungschefs telefoniert, um die Verhandlungen rund um einen baldigen Frieden in der Ukraine voranzutreiben.
Wie die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, vor kurzem via X bestätigt, hat Trump bereits mit Putin telefoniert. Erste Details des geheimen Telefongesprächs werden gespannt erwartet. Was bisher bekannt ist, hat Putin Trump über eine angebliche Drohnenattacke auf seine Residenz informiert.
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Drohnen-Hagel auf Putin-Villa
In der Zwischenzeit meldete die russische Flugabwehr in der Nacht auf Montag eine Drohnenattacke auf Putins Residenz abgewendet zu haben. Die Rede war von über 90 Drohnen. Mitten in den laufenden Verhandlungen zu einer Beendigung des Krieges in der Ukraine werde Russland seine Position nun doch überdenken müssen, sagte der Minister am Montag in Moskau zu dem angeblich ukrainischen Angriff.
"In der Nacht vom 28. auf den 29. Dezember 2025 verübte das Kiewer Regime einen Terroranschlag unter Einsatz von 91 Drohnen großer Reichweite auf die staatliche Residenz des Präsidenten der Russischen Föderation in der Region Nowgorod", sagte Lawrow.
Selenskyj: Vorwürfe sind Lügen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte prompt auf die Vorwürfe und wies Lawrows Anschuldigungen als "weitere russische Lüge" zurück. Er erklärte, dass dies als Vorwand benutzt werde, um russische Schläge auf Regierungsgebäude in Kiew vorzubereiten. Schon in der Vergangenheit sei das Gebäude des Ministerkabinetts angegriffen worden, sagte Selenskyj. Die russischen Behauptungen sind von unabhängiger Seite kaum überprüfbar.
Lawrow kündigte eine Reaktion auf die "unüberlegten" Handlungen an, die Ziele für die Vergeltungsschläge in der Ukraine seien bereits festgelegt. Der Minister warf der ukrainischen Führung vor, zu "Staatsterror" übergegangen zu sein. "Wir weisen darauf hin, dass diese Aktion im Verlauf intensiver Verhandlungen zwischen Russland und den USA zur Beilegung des Ukraine-Konflikts durchgeführt wurde", sagte Lawrow. "Dabei beabsichtigen wir nicht, aus den Verhandlungen mit den USA auszusteigen." Die Ukraine habe mit dem Angriff versucht, den Verhandlungsprozess zu torpedieren, hieß es im Außenministerium.
Ukraine: Russland hat Kriegsgefangene erschossen
Die ukrainischen Behörden haben dem russischen Militär die neuerliche Erschießung von Kriegsgefangenen vorgeworfen. Russische Soldaten hätten zwei Ukrainer in der Ortschaft Schachowe unweit von Pokrowsk gefangen genommen und einen davon gezwungen, sich auszuziehen, teilte die Staatsanwaltschaft der Region Donezk mit. "Anschließend erschossen sie die beiden entwaffneten Verteidiger", hieß es am Montag in der Mitteilung.
Der zweite Ukrainer sei nach der Erschießung ebenfalls entkleidet worden. Die Staatsanwaltschaft hat eigenen Angaben nach ein Ermittlungsverfahren wegen Kriegsverbrechen eingeleitet. Russland führt seit fast vier Jahren Krieg in der Ukraine. Immer wieder hat Kiew seither auch Verstöße gegen die Genfer Konvention über die Behandlung von Kriegsverbrechen beklagt. So wurden in der Vergangenheit auch mehrfach Fälle bekannt, in denen Kriegsgefangene erschossen wurden.
Russland rückt vor
Die russischen Streitkräfte in der Ukraine rücken unterdessen nach Angaben von Generalstabschef Waleri Gerassimow entlang der gesamten Frontlinie vor. Währenddessen konzentriere sich die ukrainische Armee auf die Verteidigung und versuche, einen Gegenangriff zu starten, sagte er auf einem im Fernsehen übertragenen Treffen mit Präsident Putin und hochrangigen Militärvertretern. Russland habe im abgelaufenen Jahr 6.460 Quadratkilometer Territorium in der Ukraine erobert, darunter 334 Dörfer.
Am Montag nahmen russische Truppen laut des Moskauer Verteidigungsministeriums die Ortschaft Dibrowa in der ostukrainischen Region Donezk ein. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur IFX. Eine Stellungnahme der Ukraine lag zunächst nicht vor.
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