Kehrtwende
USA wollen NATO-Militärbeiträge drastisch kürzen
Die USA wollen ihre militärischen Beiträge zur NATO laut einem Bericht des deutschen Nachrichtenmagazins „Spiegel“ deutlich zurückfahren.
Demnach informierte ein Gesandter von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth vergangene Woche in Brüssel die Verbündeten darüber, dass Washington künftig „erheblich weniger militärische Schlüsselfähigkeiten bereitstellen“ werde. Betroffen sein sollen unter anderem Kampfjets, Kriegsschiffe, Drohnen und Tankflugzeuge.
Bomber halbiert, U-Boote gestrichen
Laut Bericht planen die USA, die Zahl strategischer Bomber für die NATO zu halbieren. Auch die Zahl der US-Kampfjets soll um rund ein Drittel sinken. Zudem wolle die US-Marine künftig weniger Zerstörer bereitstellen. U-Boote sollen im NATO-Verbund demnach gar nicht mehr gestellt werden.
Auch bei Aufklärungsdrohnen und bewaffneten Modellen soll Europa künftig stärker selbst Verantwortung übernehmen.
Mehr Verantwortung für Europa
Washington fordert seit Längerem von europäischen NATO-Partnern und Kanada, mehr Verantwortung für die Verteidigung des Bündnisgebiets zu übernehmen. Dazu gehören neben möglichen Truppenabzügen auch eine stärkere Lastenverteilung bei Kommandostrukturen und militärischen Fähigkeiten.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte hatte vergangene Woche gesagt, er könne sich zu den "streng geheimen" Planungen noch nicht äußern, "aber ich denke, dies entspricht genau unseren Erwartungen und liegt absolut im Rahmen des Ansatzes, dass es keine Überraschungen geben soll". Der Prozess sei "nichts Neues", betonte Rutte. "Jeder wusste, dass das passieren würde."
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