Spanner-Skandal
Vermieter spionierte 15 Wohnungen mit Mini-Kameras aus
Ein Überwachungsskandal im italienischen L'Aquila sorgt für viel Diskussion. Eine junge Frau entdeckte in ihrer Mietwohnung eine versteckte Kamera. Sie bemerkte ein ungewöhnliches Glitzern im Badezimmerspiegel.
Sie fand hinter der Glasfläche eine Mini-Kamera mit Funkübertragung. Die Frau alarmierte sofort die Polizei.
Kein Einzelfall
Die Ermittler stellten sehr schnell fest, dass dies kein Einzelfall war. In allen Wohnungen des Wohnhauses, welche demselben Vermieter gehören, fand die Polizei kleine Kameras. Der Vermieter versteckte vor allem in den Badezimmern die Kameras. Die Ermittler fanden dutzende Geräte. Sie waren offenbar Teil eines privaten Überwachungsnetzes.
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Die Beamten beschlagnahmten das Handy des 56-jährigen Vermieters. Darauf entdeckten sie eine App, mit der er live auf die Aufnahmen zugreifen und fernsteuern konnte. Weitere verpackte Kameras wurden in seinem Auto und in der Garage gefunden. Der Mann hatte auch 80.000 Euro in bar, deren Herkunft er nicht erklären konnte. Die Polizei ermittelt derzeit, ob die Mieter schon jahrelang vom Vermieter ausspioniert wurden und ob die Aufnahmen weiterverkauft wurden.
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