Kriminelle Motive:

EU-Beamte in Marokko ermordet

Ein italienischer EU-Beamter und seine belgische Ehefrau sind in Marokko von Unbekannten ermordet worden.

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Wie die Polizei des nordafrikanischen Landes am Montag mitteilte, steckten hinter der Tat allem Anschein nach kriminelle Motive. Es gebe keinen Zusammenhang zu den Papst-Äußerungen zum Islam.

Der Italiener und die Belgierin hatten seit kurzem für die EU- Kommission in Rabat gearbeitet. Das Paar wurde am Montag in seinem Wohnhaus in der marokkanischen Hauptstadt tot aufgefunden. Zunächst wurde nicht bekannt, auf welche Weise die Opfer umgebracht wurden. Wie die Polizei mitteilte, stahlen die Täter das Auto der Toten und Wertsachen aus dem Haus. Dies sei ein eindeutiger Hinweis auf kriminelle Motive.

In Somalia Ordensschwester erschossen
Am Wochenende war in der somalischen Hauptstadt Mogadischu eine italienische Ordensschwester erschossen worden. Ihr Tod wurde mit den Äußerungen von Papst Benedikt XVI. zum Islam in Verbindung gebracht. Beim Freitagsgebet hatten fundamentalistische Kleriker in Mogadischu zur "Jagd auf den Papst" aufgerufen. Auch Marokkos König Mohammed VI. hatte gegen die Äußerungen des Kirchenoberhauptes protestiert und seinen Vatikan-Botschafter zu Konsultationen nach Rabat zurückgerufen.

EU-Kommission geschockt
Die EU-Kommission reagierte "zutiefst geschockt". EU-Außenkommissarin Benita Ferrero Waldner sprach den vier Kindern des Paares und allen weiteren Angehörigen und Freunden das Beileid der Brüsseler Behörde aus. Die marokkanischen Behörden hätten versprochen alles zur Aufklärung des Verbrechens und zur Ergreifung der Täter zu tun, fügte Ferrero-Waldner am Montag in Brüssel hinzu.

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