Droht Handelskrieg?
So will die EU jetzt gegen die Trump-Zölle zurückschlagen
Dabei hatte man bis vor kurzem auf eine einvernehmliche Lösung gehofft. Denn noch vergangenen Sonntag sagte Trumps Vize JD Vance bei einem Treffen mit der italienischen Regierungschefin Georgia Meloni, und der EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, dass ihr Gespräch "der Beginn langfristiger Handelsverhandlungen sein" könne.
Doch offenbar hat sich Trump dann doch anders entschieden. Jetzt muss die EU auf die erhobenen Strafzölle in Höhe von 50 Prozent (ab 1. Juni 2025) reagieren. Im Gegenzug könnten also Strafzölle für US-Exporte in die EU anfallen.
Strafzölle auf diese US-Produkte
Wenn dies der Fall ist, muss Brüssel jetzt im Schnellverfahren die Liste der US-Produkte abarbeiten. Neben Autos, Flugzeugen und Fahrzeugteilen enthält die Liste zahlreiche Agrarprodukte, Rohmaterialien und mechanische Geräte. Von Rohöl und Kohle bis hin zu Zahnarztgeräten und Kosmetikprodukten.
Bereits fix sind zunächst Zölle auf Harley-Davidson-Motorräder und Jeans, dann könnten Fleischprodukte sowie Obstsorten folgen. Was den USA eher schmerzen würde, wären vermutlich weniger die Exporte, sondern der Verzicht der EU auf US-Dienstleister wie Google, X oder Amazon beispielsweise.
Gespräche laufen weiter
Die EU-Kommission reagierte am Nachmittag zurückhaltend. Man wolle ein Telefonat mit US-Verhandlungspartnern abwarten.
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