Geheim-Treffen
Abramowitsch brachte Selenskyj Botschaft von Putin
. In einem Interview mit dem britischen Sender Sky News schilderte Selenskyj, dass Abramowitsch mit einer Nachricht des russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Kiew gekommen sei. Zuvor hatte die Financial Times über die Zusammenkunft berichtet.
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Besonders bemerkenswert ist, dass nicht ein offizieller Diplomat, sondern Abramowitsch als Vermittler auftrat. Der Unternehmer gilt seit Jahren als Vertrauter Putins und spielte bereits in früheren Phasen des Ukraine-Krieges eine Rolle bei informellen Kontakten zwischen den Konfliktparteien.
Nach Angaben Selenskyjs erklärte Abramowitsch bei dem Treffen, er habe eine Botschaft Putins zu überbringen und wolle zugleich eine Nachricht des ukrainischen Präsidenten nach Moskau weiterleiten. Dabei habe der Oligarch um Vertraulichkeit gebeten. Selenskyj betonte jedoch, dass ihm die Geheimhaltung des Gesprächs nicht wichtig gewesen sei und er kein Vertrauen darin habe, dass Russland solche Kontakte tatsächlich vertraulich behandle.
Poker um neue Verhandlungen
Inhaltlich habe Abramowitsch offenbar ausloten wollen, zu welchen Zugeständnissen die Ukraine bereit sei. Selenskyj machte nach eigenen Angaben jedoch unmissverständlich klar, dass die Ukraine keine Gebietsabtretungen akzeptieren werde. Insbesondere der Donbass sei nicht verhandelbar. Russland könne keinen politischen Sieg durch die Aufgabe ukrainischen Territoriums erreichen.
Gleichzeitig bekräftigte der ukrainische Präsident seine Bereitschaft zu einem Waffenstillstand und zu direkten Gesprächen mit Putin. Ein Waffenstillstand sei aus Sicht Kiews bereits ein bedeutender Kompromiss. Für mögliche Verhandlungen schlug Selenskyj verschiedene Formate vor, auch unter Einbindung von US-Präsident Donald Trump oder europäischer Vermittler. Gespräche in Russland oder Belarus lehne die Ukraine jedoch ab.
Das nun bekannt gewordene Treffen soll noch vor Selenskyjs offenem Brief an Putin stattgefunden haben, in dem er direkte Verhandlungen über ein Ende des Krieges vorgeschlagen hatte. Der Kremlchef hatte ein solches Gesprächsangebot zuletzt zurückgewiesen.
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