Nach vier Niederlagen in Folge schrillen bei Udinese die Alarmglocken. Wie oe24 bereits berichtete, soll die Mannschaft deshalb schon am Freitag ins Trainingslager einrücken, um sich voll auf das richtungsweisende Heimspiel gegen Lecce zu konzentrieren. Vor allem in der Offensive ist die Lage angespannt: Keinan Davis kämpft mit muskulären Problemen, weitere Optionen fallen aus oder sind fraglich. Trainer Kosta Runjaic muss daher nicht nur personell improvisieren, sondern auch einen Weg aus der sportlichen Krise finden.
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Eine mögliche Lösung könnte David Alaba sein. Bei der jüngsten 1:2-Niederlage gegen Torino feierte der Österreicher sein Pflichtspieldebüt für Udinese, wurde in der Schlussphase eingewechselt und sammelte rund 20 Minuten Spielpraxis. Italienische Medien bringen den 34-Jährigen nun bereits mit einem Platz in der Startelf gegen Lecce in Verbindung.
Runjaic will Alaba – aber nicht um jeden Preis
Dass Runjaic große Stücke auf seinen Neuzugang hält, wurde schon vor dem Torino-Spiel deutlich. Am liebsten hätte er Alaba von Beginn an aufgestellt, gleichzeitig wolle er aber über die gesamte Saison auf ihn zählen können. Nach rund drei Monaten ohne Pflichtspiel soll der Verteidiger deshalb behutsam aufgebaut werden. Nun könnte sich zeigen, ob er bereit ist, der zuletzt anfälligen Defensive mehr Stabilität und Führung zu geben.
Für Alaba geht es dabei nicht nur darum, in Udine Fuß zu fassen. Auch das ÖFB-Team rückt zunehmend in den Fokus. Beim vergangenen Lehrgang verzichtete Teamchef Ralf Rangnick noch auf den damals vereinslosen Kapitän. Mit den Nations-League-Duellen gegen Irland am 14. November und Israel am 17. November vor Augen zählt für Alaba jetzt vor allem eines: Regelmäßige Spielpraxis. Ein Einsatz von Beginn an gegen Lecce könnte seine Chancen auf eine Rückkehr in den Nationalteamkader verbessern.
Zwischen Dolce Vita und Abstiegskampf
Während auf dem Platz der Druck steigt, scheint Alaba abseits davon bereits einige Seiten seines neuen Lebens in Italien zu genießen. Ein Ausflug nach Venedig hier, ein lässiges "Buongiorno"-Selfie aus dem Bentley dort – der Österreicher lässt seine Fans an seinem italienischen Alltag teilhaben. Doch das Dolce Vita ist nur die eine Seite seines Neustarts. Auf dem Rasen wartet eine schwierige Aufgabe: Udinese braucht dringend Ergebnisse, und Alaba soll mithelfen, die Negativserie zu beenden.
Viel Zeit, um durchzuatmen, bleibt ohnehin nicht. Bereits am 25. Oktober steht mit dem Heimspiel gegen den AC Milan der nächste Härtetest an. Dabei könnte es zum Wiedersehen mit Luka Modrić kommen, mit dem Alaba bei Real Madrid gemeinsam auf Titeljagd ging. Ein Erfolg gegen Lecce wäre deshalb nicht nur für die Tabelle wichtig, sondern könnte Udinese auch das dringend benötigte Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben in der Serie A geben. Für Alaba wäre es zugleich die Chance, sportlich weiter anzukommen und sich für die entscheidenden Wochen mit Klub und Nationalteam in Stellung zu bringen.
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