Großes Drama

Ardo-Aus und Polit-Streit: 20.000 fordern Rettung

Das Logo im Eingangsbereich der Firma "ardo".
© APA/HARALD SCHNEIDER
Wegen der für August 2027 geplanten Schließung des Ardo-Tiefkühlgemüsewerks in Groß-Enzersdorf, das für Iglo sowie diverse Supermarkt-Eigenmarken produziert, wurde eine Online-Petition gestartet. Im Hintergrund wird politisch gestritten.
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Die Petition verzeichnet bereits über 20.000 Unterschriften und fordert die Bundesregierung auf, Anreize zum Erhalt der Marchfelder Gemüseproduktion zu schaffen.

Als Lösungen werden Steuervorteile und Subventionen für ein österreichisches Nachfolgeunternehmen oder finanzielle Hilfen für eine von Bauern gegründete Verarbeitungsgenossenschaft vorgeschlagen.

ÖVP rügt FPÖ-Schmiedlechner

Auch FPÖ-Agrarsprecher Peter Schmiedlechner pocht auf regionale Alternativen: "Wenn Bund und Land bereit waren, einem internationalen Konzern Unterstützung anzubieten, dann müssen sie auch eine österreichische Lösung mit unseren Bauern unterstützen können. Die Bauern dürfen dabei nicht allein das wirtschaftliche Risiko tragen." Weiters äußerst sich Schmiedlechner: Ardo-Aus ist Bankrotterklärung für ÖVP-Politik – nicht einmal bei TK-erbsen und Spinat sind wir wettbewerbsfähig!"

Mit Kopfschütteln reagiert Volkspartei Niederösterreich Landesgeschäftsführer Matthias Zauner auf Schmiedlechner : "Herr Schmiedlechner war bei den Gesprächen mit Ardo nicht dabei und kennt die Verhandlungen daher auch nicht. Bund und Land haben ihre Unterstützung angeboten, trotzdem hält Ardo an der Schließung fest. Statt politisches Kleingeld zu wechseln, sollte die FPÖ ihre Energie dafür nutzen um gemeinsam mit uns den Druck auf die Verantwortlichen von Ardo zu erhöhen. Hier geht es um Arbeitsplätze, Bauern und eine regionale Wertschöpfungskette."

Harsche Kritik an Ardo-Sozialplan

Wie bereits genannt, hatte der belgische Ardo-Konzern staatliche Hilfspakete abgelehnt, um den Fokus auf einen Sozialplan für die 190 betroffenen Beschäftigten und 50 Leiharbeiter zu legen. Die Produktionsgewerkschaft PRO-GE kritisierte das bisherige Angebot für diesen Sozialplan jedoch als "völlig unzureichend". Neben den Angestellten sind indirekt Hunderte landwirtschaftliche Zulieferbetriebe massiv von dem Aus des Werks betroffen.

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