Betrieb zu teuer

Brunnalm will Skigebiet um 2 Euro abgeben

Symbolbild
© Getty Images/Westend61
Seit Jahren kann die steirische Gemeinde den Skibetrieb nur mit Unterstützung aufrechterhalten. Jetzt wurde eine ungewöhnliche Lösung gefunden.
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Es hat in den letzten Jahren schon einige, vor allem kleinere, Skigebiete getroffen: Das traditionsreiche Familienskigebiet Karkogel in Abtenau hat den Betrieb endgültig eingestellt, Schetteregg in Vorarlberg wird aufgrund einer Insolvenz zumindest diese Saison geschlossen bleiben, Zinkenkogel in Hallein steht vor dem Aus.

Wintertourismus in der Krise

Vor allem für kleinere Skigebiete in Lagen unter 1.500 Metern Seehöhe ist der Betrieb im Winter finanziell oft kaum mehr tragbar. Durch den Klimawandel gibt es immer mildere Temperaturen und weniger Schnee. Dazu kommen gestiegene Energiekosten.

Steirische Gemeinde gibt auf

Wie die Kleine Zeitung berichtet, hat auch das Skigebiet auf der Brunnalm in der Gemeinde St. Barbara im Mürztal (Steiermark) schwer zu kämpfen. Schon seit Jahren lässt sich der Skibetrieb nur durch einen Kredit und Unterstützungen durch das Land Steiermark aufrechterhalten. Jetzt zieht Bürgermeister Arno Russ die Notbremse: "Für die Gemeinde ist es nicht tragbar, wir können uns das nicht mehr leisten. Wenn wir sie behalten, müssten die Freizeitbetriebe Insolvenz anmelden, was auch die Einstellung des Skibetriebs bedeuten würde."

Die Investorensuche verlief ernüchternd: Es gab kaum Interesse. Lediglich zwei Interessenten - Margret Kraischek und Michael Stoppacher - meldeten sich und erhalten das Skigebiet jetzt zum Schnäppchenpreis. Denn das erklärte Ziel ist es, den Skibetrieb aufrechtzuerhalten. Die Freizeitbetriebe werden ihnen um symbolische zwei Euro übergeben. Dass der niedrige Kaufpreis kein Geschenk ist, betont Kraischek in der "Kleinen Zeitung", denn es kommen viele Kosten auf sie zu. Dennoch ist die Motivation groß.

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