Umgestaltung

Bürgerversammlung zum Aumannplatz kommt

Luftaufnahme des begrünten Aumannplatzes mit Gehwegen, Bäumen, Bänken und Menschen.
© www.sehorst.com
Nach einem gescheiterten Antrag erzwingen ÖVP, NEOS und FPÖ eine Bürgerversammlung zum Aumannplatz. Am 5. November geht es um Verkehr, Kosten und mögliche Alternativen.
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Die geplante Neugestaltung des Aumannplatzes sorgt in Währing seit Monaten für Diskussionen. Vor allem die Auswirkungen auf den Verkehr und die Kosten des Umbaus stehen in der Kritik. Nun bekommt die Bevölkerung Gelegenheit, ihre Anliegen bei einer offiziellen Bürgerversammlung vorzubringen. Durchgesetzt haben diese die Oppositionsparteien ÖVP, NEOS und FPÖ. Am Donnerstag, 5. November, findet die Versammlung von 16.30 bis 19 Uhr im Pfarrsaal St. Gertrud in der Gentzgasse 22-24 statt. Diskutiert werden soll über die geplante Umgestaltung des Aumannplatzes in einen grünen, verkehrsberuhigten Aufenthaltsraum, die Folgen für den Verkehr im Bezirk und mögliche kostengünstigere Alternativen.

Opposition setzt Bürgerversammlung durch

Der Weg dorthin ist allerdings nicht ohne Widerstand verlaufen. Ein gemeinsamer Antrag von ÖVP, NEOS und FPÖ auf Abhaltung einer Bürgerversammlung ist zunächst in der Bezirksvertretung gescheitert. Die drei Parteien haben daraufhin ihr Minderheitenrecht genutzt. Demnach muss eine solche Versammlung stattfinden, wenn mindestens ein Fünftel der Bezirksmandatare dies verlangt. Diese Voraussetzung ist erfüllt.

Bezirksvorsteherin Silvia Nossek (Grüne) hat die Bezirksvertretung inzwischen darüber informiert, dass die Versammlung einberufen wird. Die ÖVP wertet das als Erfolg für die demokratische Mitbestimmung. "Mehr als 3.000 Menschen haben ihre Sorgen und Anliegen zur geplanten Neugestaltung des Aumannplatzes deutlich gemacht", erklärt Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Oliver Möllner (ÖVP). Nun könnten offene Fragen direkt mit der Bevölkerung besprochen werden.

Kosten und Verkehrsführung im Mittelpunkt

Inhaltlich dürfte es bei der Versammlung vor allem um die geplanten Veränderungen am Aumannplatz gehen. Während die Umgestaltung für mehr Grün und weniger Verkehr sorgen soll, befürchten Kritiker negative Auswirkungen auf die umliegenden Straßen. Auch die finanziellen Folgen für den Bezirk stehen zur Diskussion. Die ÖVP fordert deshalb, günstigere Varianten ernsthaft zu prüfen.

Angesichts der angespannten Budgetlage dürfe die Aufwertung des Platzes nicht zu einer weiteren Neuverschuldung führen. "Währing braucht nachhaltige Lösungen statt weiterer Belastungen des Bezirkshaushalts", betont Möllner. Dabei geht es der Volkspartei nach eigenen Angaben nicht darum, eine attraktivere Gestaltung des Aumannplatzes grundsätzlich zu verhindern. Vielmehr müsse geprüft werden, ob sich Verbesserungen auch mit weniger Geld umsetzen lassen.

ÖVP nimmt Nossek und SPÖ in die Pflicht

Entsprechend groß sind die Erwartungen an die bevorstehende Bürgerversammlung. Die ÖVP fordert eine ergebnisoffene Diskussion, bei der auch Alternativen zum bisherigen Konzept Platz haben. Die Anliegen der Bevölkerung müssten anschließend in die weiteren Entscheidungen einfließen. In der Verantwortung sieht die Partei dabei vor allem Bezirksvorsteherin Nossek und die SPÖ. "Wer Bürgerbeteiligung ankündigt, muss auch bereit sein, Konsequenzen daraus zu ziehen", betonen ÖVP-Klubobfrau Beate Marx und Möllner. Ob die Versammlung tatsächlich noch Änderungen an der geplanten Neugestaltung bringt, ist offen. Am 5. November können die Währinger jedenfalls ihre Kritik und Vorschläge direkt einbringen.

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