WM-Skandal-Spieler

Chelsea als Opfer: Baloguns irrer Transfer-Wirrwarr

Ein US-Nationalspieler im rot-weiß gestreiften Trikot verlässt nach einer Roten Karte das Spielfeld.
© EPA
Das Transferfenster hatte wieder einige irre Stories parat, doch jene von Folarin Balogun toppt sie alle.
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US-Stürmer Balogun war bei der WM 2026 in aller Munde, weil die FIFA auf Nachdruck von US-Präsident Donald Trump eine Rotsperre willkürlich aufhob. Rund zwei Monate später steht der 25-Jährige erneut im Rampenlicht.

Balogun steht bei der AC Monaco bis 2028 unter Vertrag, mit 19 Toren und fünf Vorlagen in 43 Partien machte der ehemalige Arsenal-Kicker in England erneut auf sich aufmerksam.

Everton hat unter Coach David Moyes immer wieder Probleme mit der Quintessenz des Fußballs: Tore schießen. Mit Stürmer Beto (18 Mio. Euro zur Fiorentina) und den Flügeln Dwight McNeil (26 Mio. Euro zu Palace) sowie Iliman Ndiaye (70 Mio. Euro zu ManCity) gingen gleich drei Lieferanten.

Verpatzter Medizincheck nur erste Wendung

Mit Brennan Johnson (26 Mio. Euro von Palace) kam ein schneller Flügel, Balogun sollte die Antwort in der Spitze sein. Ein Deal mit den Monegassen wurde ausverhandelt, 45 Mio. Euro (+5 Mio. Euro Boni) sollten fließen – doch dann der erste Schock, der 25-Jährige verpatzte seinen Medizincheck.

Der Transfer schien geplatzt, obwohl er schon in Liverpool vor Ort war. Dennoch versuchten die Toffees eine Alternative zu finden, Manchester United blockte bei Joshua Zirkzee aber ab. Also mussten Everton zurück zu Balogun.

Mit Monaco wurde eine niedrigere Fixablöse mit höheren Boni verhandelt, beide Seiten waren sich einig. Doch für einen Wechsel braucht es drei Parteien und eine war plötzlich nicht mehr willig. Der USMNT-Star weigerte sich, den Vertrag zu unterschreiben, und verließ das Finch-Farm-Trainingscenter in Richtung Côte d'Azur - geschockte Evertonians blieben zurück.

Chelsea schaut plötzlich durch die Finger

Damit aber noch nicht genug, denn auch der Chelsea FC wurde zu einem Leidtragenden. Die Blues hatten mit Monaco bereits eine Einigung über Lamine Camara über rund 55 Mio. Euro.

Der Mittelfeldspieler hatte einen Sechs-Jahres-Vertrag plus einjähriger Option unterschrieben, seinen Medizincheck bestanden und wartete in London auf die Finalisierung. Doch kurz vor 23 Uhr Ortszeit (0 Uhr MESZ) zog Monaco seine Unterschrift zurück, laut Quellen von "The Athletic" im Zusammenhang mit dem Balogun-Deal.

Ein AS Monaco-Spieler im hellgrünen Trikot läuft während eines Fußballspiels auf dem Platz.
Lamine Camara bleibt nun bei der AS Monaco © Getty Images

Der Transfer von Enzo Fernandez zu Manchester City für über 145 Mio. Euro war aber bereits durch, das Team von Xabi Alonso steht nun also ohne Ersatz da.

Geschichten, die so nur der Deadline Day in England erzählt.

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