Wer sich schon immer gefragt hat, wer uns die Zeitumstellung eigentlich eingebrockt hat, bekommt jetzt die Antwort: Es war der Ururgroßvater von Coldplay-Sänger Chris Martin. Der gilt als "Erfinder der Zeitumstellung" und war wohl der Erste, der ein ernstzunehmendes Konzept dazu vorgelegt hat.
Idee beim Ausritt
Der Gedanke zur Einführung der Sommerzeit kam William Willett der Überlieferung zufolge bei einem frühmorgendlichen Ausritt. Dabei stellte er fest, dass die Rollläden der Häuser allesamt noch geschlossen waren. Daraufhin veröffentlichte er im Jahr 1907 ein Pamphlet mit dem Titel "The Waste of Daylight" und regte darin an, die Uhren im Sommer um 80 Minuten vorzustellen. Er rechnete aus, dass 2,5 Millionen Pfund an Beleuchtungskosten gespart werden können, wenn es abends länger hell ist.
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Wer war Will Willett?
Der Ururgroßvater von Chris Martin wurde 1856 in der Kleinstadt Farnham (Großbritannien) geboren und lebte später in Chislehurst, einem Vorort Londons. Er übernahm die Baufirma seines Vaters, die für hochwertige Häuser in Südengland bekannt war.
Die Einführung der Sommerzeit erlebte Willett nicht mehr: Er starb 1915 an Influenza. Ein Jahr später wurde erstmals die Zeit um eine Stunde vorgestellt, zunächst in Deutschland und Österreich, später auch in Großbritannien.
Der Urvater der Zeitumstellung
Vor Will Willett kam auch Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten von Amerika, auf die Idee der Zeitumstellung. Allerdings meinte er das wohl nicht ganz ernst: Er verfasste einen satirischen Brief, in dem er anregte, das Tageslicht besser zu nutzen, um Kerzenwachs zu sparen.
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