Belastungs-Report

Das ist die stressigste Flugstrecke Europas

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© Gettyimages
Wer mit dem Flugzeug durch Europa reist, muss auf bestimmten Routen besonders viel Geduld und starke Nerven mitbringen. Eine umfassende Auswertung des Fluggastportals Air Advisor zeigt nun im Detail auf, welche Strecken Passagiere am stärksten strapazieren.
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Für den aktuellen "Nervous Flyer Score" hat das Fluggastportal Air Advisor stark frequentierte Flugverbindungen quer über den europäischen Kontinent analysiert. Wie das Portal "TRAVELBOOK" berichtet, landet die Route zwischen Amsterdam und Barcelona auf dem unrühmlichen ersten Platz der Gesamtwertung. Obwohl die beliebte Städteverbindung in keinem einzelnen Bewertungsbereich den schlechtesten Wert markiert, führt die ungünstige Kombination aus häufigen Verspätungen, Flugausfällen, Flugzeit und meteorologischen Bedingungen in beiden Metropolen zum Gesamtsieg im Negativ-Ranking.

Fluggäste auf dem Weg in die katalanische Hauptstadt oder an das niederländische Drehkreuz Schiphol müssen sich dementsprechend regelmäßig auf unliebsame Überraschungen und erhebliche Zeitverluste einstellen.

Ausfälle und Monster-Verspätungen auf den Podestplätzen

Direkt hinter dem Spitzenreiter belegt eine weitere Drehkreuz-Verbindung den zweiten Rang. Auf der Route von London Heathrow nach Amsterdam wurden im Untersuchungszeitraum 3,69 Prozent sämtlicher Flüge gestrichen. Damit liegt die Annullierungsrate um mehr als das 2,5-Fache über dem Durchschnitt aller überprüften europäischen Strecken. Eine vergleichsweise kurze Flugdauer sowie moderatere Verspätungen verhindern hier eine noch schlechtere Platzierung.

Den dritten Rang im Ranking sichert sich die Verbindung Manchester–Dublin. Trotz einer rechnerischen Flugzeit von lediglich rund 60 Minuten kommt es ausgerechnet auf diesem kurzen Hüpfer über die Irische See besonders oft zu massiven Verzögerungen von mehr als 180 Minuten.

Die Top 20 der stressigsten Flugrouten:

  1. Amsterdam – Barcelona
  2. London Heathrow – Amsterdam
  3. Manchester – Dublin
  4. Lissabon - Madeira
  5. Paris CDG - Nizza
  6. Oslo - Stavanger
  7. Barcelona - Rom Fiumicino
  8. London Heathrow - Frankfurt
  9. Oslo - Trondheim
  10. Madrid - London Heathrow
  11. London Heathrow - Dublin
  12. Oslo - Bergen
  13. Barcelona - Palma de Mallorca
  14. Paris Orly - Lissabon
  15. Düsseldorf - Palma de Mallorca
  16. Madrid - Lissabon
  17. Kopenhagen - Oslo
  18. Madrid - Teneriffa Nord
  19. Kopenhagen - Stockholm Arlanda
  20. Rom Fiumicino - Catania

Frankfurt in den Top 10 und extreme Wetter-Hotspots

Auch der wichtigste deutsche Flughafen ist im Ranking prominent vertreten. Die Verbindung London Heathrow–Frankfurt schafft es auf den achten Platz der europäischen Stressrouten. Reisende auf dieser Business-Strecke müssen sich überdurchschnittlich oft mit gestrichenen Flügen sowie Verspätungen von rund einer Stunde arrangieren.

Neben technischen Störungen und Kapazitätsengpässen spielt das Wetter eine entscheidende Rolle bei den Belastungswerten:

  • Lissabon – Madeira: Erzielt den höchsten Wetter-Risikowert des gesamten Rankings. Die exponierte Landebahn auf der Blumeninsel gilt wegen unberechenbarer Scherwinde als eine der anspruchsvollsten Pisten Europas.
  • Oslo – Bergen: Landet auf dem zweiten Rang der wetterbedingten Problemstrecken, da die norwegische Küstenstadt Bergen zu den regenreichsten Orten des Kontinents zählt.

So wurde der Belastungs-Index für Fluggäste ermittelt

Grundlage der Untersuchung bildet ein Datensatz aus dem Zeitraum von September 2025 bis August 2026. In diesem Erhebungsjahr bewertete Air Advisor jede Route anhand von sechs Einzelkategorien mit jeweils 0 bis 100 Punkten. Das größte Gewicht im Berechnungsmodell hatte dabei die Annullierungsrate, gefolgt von der tatsächlichen Dauer der Verspätungen.

Air-Advisor-Chef Anton Radchenko betont in diesem Zusammenhang, dass die Untersuchung Passagieren keineswegs vorschreiben soll, bestimmte Strecken zu meiden. Vielmehr soll die transparente Analyse Reisenden vor Augen führen, auf welchen Routen Flugreisen besonders häufig zur echten Belastungsprobe werden können.

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