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Der neue ORF-Chef kann einem leidtun

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Ein Kommentar von oe24-Chefredakteur Niki Fellner.
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Wer geglaubt hat, dass der ORF mit der Causa Weißmann seinen Tiefpunkt erreicht hätte, wird gerade eines Besseren belehrt. Die ORF-Wahl toppt noch einmal alles. Dabei wären jene Kandidaten, die vom Stiftungsrat nun zum Hearing zugelassen wurden, durchwegs kompetent. Umso bedauerlicher ist es, dass sie mittlerweile alle gleichermaßen beschädigt sind.

Dafür dürfen sich die Kandidaten zuallererst einmal bei der Politik bedanken, die ihnen mit ihren dilettantischen Absprachen und Packeleien einen Bärendienst erwiesen hat. Egal wie unabhängig die Bewerber auch sind, übrig bleibt ein Postenschacher-Beigeschmack wie zu den schlimmsten Proporz-Zeiten.

Dass sich die Kandidaten, wie zuletzt bei TV-Duellen und Interviews, nun auch noch öffentlich beflegeln und gegenseitig schlechtmachen, passt in diesen völlig verkorksten ORF-Wahlkampf.

Und als Sahnehäubchen mischen jetzt auch noch die ORF-Mitarbeiter unter Federführung von Armin Wolf in dieser Schmutzkübel-Kampagne mit. In keinem privaten Unternehmen wäre es denkbar, dass ein leitender Angestellter seine potenziellen Chefs noch vor deren Bestellung öffentlich auf Social Media vernichtet. Im ORF ist all das scheinbar normal.

Der neue ORF-Chef kann einem jetzt schon leidtun. Wer solche Aufsichtsräte und Mitarbeiter hat, braucht keine Feinde mehr.

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