Handel

Die Wahrheit über die Supermarkt-Preise

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Die Preise im Handel 
beschäftigen viele. oe24 zeigt, wo das Geld landet.
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Die Teuerung ist derzeit das Thema Nummer eins in Österreich. Das macht auch vor dem Supermarkt nicht halt. Die Regierung senkt ab 1. Juli die Mehrwertsteuer auf einige Grundnahrungsmittel und macht diese für den durchschnittlichen Haushalt um 8,30 Euro im Monat billiger. Dass viele für die Paketsteuer (2 Euro für die meisten Packerl) auch draufzahlen, ist die andere Seite der Medaille.

So setzt sich der Preis zusammen

oe24 hat sich für Sie genau angeschaut, wie sich die Preise auf Lebensmittel im Supermarkt zusammen setzen.

Die Steuern machen im Schnitt 9,1% aus. Denn auf die meisten Lebensmittel fallen 10 % Umsatzsteuer an, die auf den Nettopreis aufgeschlagen werden. Beim Bruttopreis macht der Steueranteil dann 9,1% aus.

So setzt sich Lebensmittelpreis zusammen © oe24

Rund drei Viertel des Verkaufspreises werden im Durchschnitt nicht im Lebensmitteleinzelhandel, sondern in vorgelagerten Sektoren erwirtschaftet.

Dabei fällt mit 64,2% des Verkaufspreises der Warenwert (Einkaufspreis, den der Handel an seine Lieferanten bezahlt) besonders ins Gewicht.

Weitere 10,1% werden ebenfalls in anderen Sektoren und nicht im Lebensmitteleinzelhandel wirksam (z.B. Immobilien, Transport, Energie, Verpackung, Lagerlogistik, etc.).

Handel-Wertschöpfung: 80% an Mitarbeiter

Nach Abzug der Umsatzsteuer verbleiben rund 16 % des verkauften Produkts im Lebensmittelhandel, wobei die Personalkosten des beschäftigungsintensiven Sektors mit 13 % die gesamte Wertschöpfung dominieren. Mit anderen Worten: Mehr als 80% der im Lebensmitteleinzelhandel erwirtschafteten Wertschöpfung erhalten die Mitarbeiter.

Einer von hundert Euro bleibt als Gewinn

Die großen Händler setzen in Österreich viele Milliarden Euro im Lebensmittelhandel um. Das müssen sie auch, denn was ihnen als Gewinn übrig bleibt, ist ein kleiner Teil des Ganzen. Sie haben eine hauchdünne Marge.

Dem Lebensmitteleinzelhandel bleibt ein Gewinn von rund 1% – von 100 Euro an der Kasse bleibt 1 Euro dem Supermarkt als Gewinn.

Geht man weiter ins Detail und zerlegt die Komponenten für das Produkt und die benötigten Vorleistungen, dann zeigt sich, wie lange die vorgelagerte Wertschöpfungskette im Lebensmitteleinzelhandel tatsächlich ist und wie viele Sektoren mitverdienen – über die Nahrungsmittelindustrie mit 17,8% und die Landwirtschaft mit 24,5% hinaus.

Es sind vor allem der Großhandel (4,2%), die Immobilienwirtschaft (4,0%), Transport und Logistik (2,5%) sowie die Energiewirtschaft (2,0%), die entlang der Wertschöpfungskette am Verkaufserlös verdienen.

Alleine unter der Kategorie "Diverse sonstige Vorleistungen" werden 60 Sektoren zusammengefasst, wobei keiner mehr als 0,4% aufweist. Beim Einkauf im Handel werden also viele bezahlt.

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