Ein geomagnetischer Sturm hat in Europe und Nordamerika für sichtbare Polarlichter gesorgt – sogar bis nach Österreich. Da der Himmel hierzulande mit Wolken bedeckt war, waren die Polarlichter nicht zu erkennen. In Süddeutschland dagegen, waren sie laut X-Usern sogar teils mit bloßem Auge sichtbar - jedenfalls aber mit Kamera zu sehen. Zahlreiche Bilder und Aufnahmen dokumentieren das beeindruckende Naturschauspiel.
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Fotos zeigen farbige Lichtspiele
Auf der Plattform X teilten Beobachter ihre Eindrücke. Der Nutzer @Gewitterjaeger berichtete, dass es gegen 21 Uhr einen intensiven Moment mit rötlich violetten Beamern gab, die sogar visuell erfasst werden konnten. Er hielt fest, dass es fotografisch spielerisch sei, Polarlichter aufzunehmen, und nannte es beachtlich, dass es mal wieder Nordlichter über den Alpenraum hinweg gab. Zudem wies er darauf hin, dass Polarlichter ganz schwach visuell in Süddeutschland bei München zu sehen und fotografisch deutlich erkennbar waren.
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Ein weiterer X-User veröffentlichte ein Bild aus dem Sauerland im Hochsauerlandkreis, das am Samstag um 21:05 Uhr entstand.
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Auch in England wurde das Phänomen dokumentiert; dort zeichnete eine Zeitraffer-Aufnahme die Northern Lights am Abend über North Yorkshire auf.
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Atemberaubende Blicke aus dem All: das übertrifft alles
Sogar von der Internationalen Raumstation ISS aus wurden die Polarlichter beobachtet und gefilmt. Der NASA-Astronaut Anil Menon hielt fest: "Das fantastische Polarlicht heute Nacht nach erheblicher Sonnenaktivität! Von der Station aus gesehen."
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Menon (feiert in vier Tagen seinen 50. Geburtstag in der Raumstation) ist Oberst der United States Space Force, Notfallmediziner sowie außerordentlicher Professor an der McGovern Medical School.
Er flog im Juli 2026 an Bord des russischen Raumschiffs Soyuz MS-29 zur Raumstation ISS und verrichtet dort als Bordingenieur seinen Dienst im Rahmen der Expedition 74/75. Acht Monate lang wird er im Weltraum sein. Seine Rückkehr zur Erde ist für Frühjahr 2027 geplant.
Wetterlage erschwert Sicht in Österreich
UBIMET-Meteorologe Nikolas Zimmermann bestätigte gestern auf X, dass ein starker Sonnensturm die Erde getroffen hat. Er schrieb, dass in Norddeutschland Polarlichter sichtbar seien, sofern die Wolken es zulassen. Die Erscheinungen zeigten sich etwa auf Webcams im Sauerland sowie in Bayern am Berghaus Sonnenfels mit Blickrichtung Nordwesten. Bezüglich Österreich erklärte der Wetterexperte gestern Abend, dass es dort leider fast überall trüb sei.
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Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Sonnenstürmen
Sonnenstürme können neben visuellen Effekten die technische Infrastruktur beeinflussen. Eine im Fachmagazin "Nature" veröffentlichte Untersuchung analysierte Messdaten aus 25 Jahren und kam zu dem Ergebnis, dass die Reaktion des Erdmagnetfeldes auf besonders starke Sonnenwinde bisher unterschätzt worden sein könnte. Unter bestimmten Modellannahmen könnte die geomagnetische Reaktion bei extremen Ereignissen etwa doppelt so stark ausfallen wie bislang angenommen.
Bei sehr heftigen Stürmen können Satelliten, Navigationssysteme und Funkverbindungen gestört werden; im Extremfall sind Schäden an Stromnetzen und großflächige Stromausfälle denkbar.
Ausgelöst werden diese Vorgänge durch gewaltige Ausbrüche auf der Sonne, bei denen elektrisch geladene Teilchen ins Weltall geschleudert werden. Treffen diese auf das Magnetfeld der Erde, können geomagnetische Stürme entstehen.
Konkrete größere technische Schäden waren nach dem Sonnensturm gestern nicht bekannt.
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