Seit August 2025 leitet er die Direktion für Gesundheit und Hygiene des Vatikanstaats. Der 54-Jährige wird Papst Leo XIV. behandeln, der am Sonntag beim Angelusgebet auf dem Petersplatz angekündigt hat, sich einem operativen Eingriff an der Lunge wegen eines Knotens in einem frühen Stadium unterziehen zu müssen.
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Der 1972 geborene Süditaliener Carbone wurde der Öffentlichkeit während des Krankenhausaufenthalts von Papst Franziskus im Frühjahr 2025 bekannt. Der Anästhesist und Reanimationsspezialist hatte maßgeblichen Anteil daran, dass der argentinische Pontifex zwei schwere Atemkrisen im römischen Gemelli-Krankenhaus überstand. In beiden Fällen schwebte das Kirchenoberhaupt in Lebensgefahr.
Arzt begleitete Leo XIV. bei Reise nach Frankreich
Carbone, der von 2022 bis 2025 die Abteilung für Notfall- und Innere Medizin des Krankenhauses Isola Tiberina in Rom leitete, kümmerte sich auch nach dem Klinikaufenthalt im Vatikan um Franziskus. Der Papst starb am 21. April 2025 in seiner Wohnung im vatikanischen Gästehaus Santa Marta an den Folgen eines Schlaganfalls. Seit August 2025 ist der Arzt für die Behörde zuständig, die sich um die Organisation des Gesundheitswesens sowie für betriebs- und amtsärztliche Aufgaben des Vatikans befasst.
Eine gesonderte Ernennung zum persönlichen Arzt von Franziskus' Nachfolger Leo XIV. gab es zwar nicht. Carbone koordiniert jedoch das Team aus Ärzten und Pflegekräften, das sich um den Pontifex kümmert. Er begleitete das Kirchenoberhaupt Ende September auch bei einer apostolischen Reise nach Frankreich. An Bord des Papstflugzeugs waren außer ihm zwei Pflegekräfte. Carbone führte dabei einen medizinischen Notfallkoffer mit.
Carbone verfügt über besondere Erfahrung in der Akutversorgung
Als Arzt verfügt Carbone über besondere Erfahrung in der Akutversorgung. Die medizinische Einrichtung im Vatikan ermöglicht nicht nur ärztliche Untersuchungen, sondern auch diagnostische Maßnahmen. In der Vergangenheit wurden sogar chirurgische Eingriffe in der päpstlichen Wohnung vorgenommen. Der letzte bekannte Fall dieser Art war eine Operation von Papst Paul VI. vor fast 60 Jahren.
Seit der Amtszeit von Johannes Paul II. steht im zehnten Stock des Krankenhauses "Agostino Gemelli" in Rom ein eigener Bereich für Päpste zur Verfügung, die stationär behandelt werden müssen. Auch Leo XIV. soll dort aufgenommen werden. Die Räumlichkeiten gleichen einer kleinen Wohnung und verfügen unter anderem über eine eigene Kapelle.
Während des voraussichtlich etwa einwöchigen Krankenhausaufenthalts von Leo XIV. im Gemelli-Krankenhaus diese Woche sollen Carbone und das medizinische Personal, das den Papst normalerweise betreut, gemeinsam mit den Fachärzten des Krankenhauses für die Versorgung des Kirchenoberhaupts verantwortlich sein. Johannes Paul II. bezeichnete das Krankenhaus scherzhaft als den "dritten Vatikan".
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