Affenschule

Dschungelschule für Orang-Utan-Kinder

© BOS
Die Borneo Orangutan Survival Foundation (BOS) setzt sich seit vielen Jahren für den Schutz von Orang-Utans und ihres Lebensraums auf Borneo ein.
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Die Organisation rettet verletzte, verwaiste und beschlagnahmte Orang-Utans, versorgt sie medizinisch und bereitet sie – wenn möglich – auf eine spätere Auswilderung vor. Gleichzeitig schützt BOS Waldgebiete und arbeitet mit lokalen Gemeinden zusammen, um den Lebensraum der Tiere langfristig zu erhalten.

Die deutsche Organisation BOS Deutschland unterstützt diese Arbeit durch Spenden, Öffentlichkeitsarbeit und eigene Projekte zum Orang-Utan-Schutz.

Ein besonderes Projekt der Organisation ist die Orang-Utan-Dschungel-Schule. Die Orangutan Jungle School ist eine Rehabilitationsstation für junge Orang-Utans im Rettungszentrum Nyaru Menteng auf Borneo. Dort werden vor allem verwaiste Jungtiere betreut, die ihre Mütter verloren haben und deshalb zunächst nicht allein im Regenwald überleben könnten.

Jeden Morgen beginnt für die jungen Orang-Utans der "Schulalltag". Mit Schubkarren werden sie von ihren Pfleger zu den verschiedenen Bereichen des Waldtrainings gebracht – je nach Alter und Entwicklungsstand in unterschiedliche Gruppen. Denn die Jungle School besteht aus mehreren Stufen: Für die jüngsten Tiere gibt es die Nursery Group, danach folgen die Forest School Levels 1, 2 und 3. Für die älteren und bereits sehr selbstständigen Tiere gibt es schließlich die Jungle University.

Unsere Tiere – Das große oe24.TV-Tierschutzmagazin von Sonntag, 11.10.2026, hier in voller Länge sehen. Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 18.10.2026, 18:30 Uhr.

Welche Gruppe für einen Orang-Utan geeignet ist, wird individuell entschieden. Dabei achten die Pfleger unter anderem auf Alter, körperliche Verfassung, Selbstvertrauen und soziale Fähigkeiten. So sollen die Tiere weder unterfordert noch von den Anforderungen überfordert werden.

In den verschiedenen Stufen lernen die Orang-Utans Schritt für Schritt, was sie später für ein Leben in freier Wildbahn brauchen. Sie üben unter anderem das Klettern, die Suche nach Nahrung, den Bau von Schlafnestern und die Orientierung im Wald. Auch der Kontakt zu anderen Orang-Utans spielt eine wichtige Rolle, damit sie natürliche soziale Verhaltensweisen entwickeln können.

Die Ausbildung dauert mehrere Jahre. Erst wenn die Tiere ausreichend selbstständig sind und die notwendigen Fähigkeiten für ein Leben im Regenwald beherrschen, kommen sie für eine Auswilderung infrage. Die Schubkarren am Morgen sind deshalb gewissermaßen ihre Schulbusse – nur dass jedes Tier damit zu einer etwas anderen "Unterrichtsstunde" im Wald gebracht wird.

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