Wegen Saugpumpe

Ehepaar stirbt im Spanien-Urlaub im Whirlpool

Whirlpool mit zwei Sektgläsern, Flasche und Blick auf Hügel durch großes Fenster.
© v
Tragödie im Spanien-Urlaub: Ein Ehepaar wurde leblos in einem Whirlpool entdeckt. Grund für den Tod von Patrick und Thomasina Tobin ist mutmaßlich der starke Unterdruck einer Pumpe.
OE24 auf Google bevorzugen

Die Teenager-Kinder im Alter von 16 und 14 Jahren haben ihre leblosen Eltern am Dienstag gegen 17 Uhr in einer Mietvilla im spanischen Cullera entdeckt. Die Familie war am 22. August für einen zweiwöchigen Urlaub in der Unterkunft nahe Valencia angekommen und wollte am Sonntag zurück nach Großbritannien fliegen. Patrick Tobin (48) und seine Frau Thomasina (51) lagen teilweise außerhalb des Whirlpools im Spa-Bereich des Anwesens.

Moderner Raum mit Whirlpool, Holzmöbeln und großen Fenstern mit Blick auf die spanische Landschaft.
© v

Ermittler vermuten tödliche Saugkraft

Die spanische Polizei geht derzeit davon aus, dass die beiden Opfer eines seltenen Phänomens namens Ansaugfalle wurden. Dabei erzeugt der Ablauf des Jacuzzis eine derart starke Saugkraft, dass Personen unter Wasser festgehalten werden. An den Körpern wurden Kratzer sowie Blutergüsse durch Ansaugen festgestellt. Zudem wies das Wasser eine Trübung und chemischen Geruch auf. Berichten zufolge gibt es Hinweise darauf, dass einer der beiden versuchte, den anderen aus der Notlage zu retten.

Fremdeinwirkung und Stromschlag ausgeschlossen

Ein Fremdverschulden schließen die Beamten aus, da es keine Einbruchsspuren oder verdächtige Aufnahmen auf den Überwachungskameras gibt. Auch ein vermuteter Stromschlag wurde von den Ermittlern widerlegt. Das verstorbene Ehepaar stammte aus der Tech- beziehungsweise Baubranche in London. Thomasina Tobin leitete dort die Hotelsparte einer Beratungsfirma und arbeitete unter anderem am Umbau des bekannten Ritz-Hotels.

Angehörige betreuen die Kinder

Nach dem Vorfall verständigten die Jugendlichen den Eigentümer der Anlage. Verwandte trafen am Mittwoch um 3 Uhr früh in Spanien ein, um sich um die beiden Kinder zu kümmern. Das irische Außenministerium sowie Behörden aus Neuseeland leisten den Angehörigen konsularische Unterstützung. Die Betreiber der Ferienanlage drückten der Familie ihr tiefes Beileid aus und verwiesen auf die laufenden behördlichen Ermittlungen.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden