Drama in Pflegeheim
Frau stirbt nach brutaler Attacke von Feuerameisen
Das schreckliche Unglück ereignete sich in einer Seniorenresidenz im US-Bundesstaat Virginia. Die schutzlose Patientin, Shelba Catterton, die aufgrund ihrer fortgeschrittenen Erkrankung nicht mehr sprechen konnte, war am Abend des 23. Juli unbemerkt durch eine ungesicherte Ausgangstür ins Freie gelangt. Draußen nahm die Tragödie im Dunkeln ihren Lauf, als sie von unzähligen aggressiven Feuerameisen attackiert wurde.
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Hintergrund der Tragödie ist das mutmaßlich katastrophale Versagen des zuständigen Pflegepersonals. Die Familie der Verstorbenen hat mittlerweile eine schwere Klage wegen fahrlässiger Tötung gegen die Betreiber der Seniorenresidenz "Harmony" eingebracht. Die Vorwürfe in der Klageschrift wiegen extrem schwer und zeigen eine erschütternde Kette von Versäumnissen.
Wehrlos im Dunkeln ausgesperrt
Die schutzlose Heimbewohnerin hatte aufgrund ihrer schweren Erkrankung keine Möglichkeit, sich selbst vor der tödlichen Gefahr im Außenbereich des Heims zu schützen oder das Personal rechtzeitig zu alarmieren.
- "Shelba – nonverbal und an fortgeschrittener Alzheimer-Demenz leidend – ging unbemerkt und unbeaufsichtigt durch die offene Tür hinaus. Sie war dann ausgesperrt, allein und im Dunkeln", heißt es in der offiziellen Klageschrift der Hinterbliebenen.
- Die Patientin konnte aufgrund ihrer fortgeschrittenen Demenz weder um Hilfe schreien noch sich aktiv gegen die Insekten wehren oder diese abschütteln.
- Sie war den aggressiven Insekten hilflos ausgeliefert und wurde schätzungsweise über 1.000 Mal am gesamten Körper gebissen.
Die Ameisen bissen die schutzlose Frau ins Gesicht, in die Augen, auf der Kopfhaut sowie an Brust, Rücken und allen Gliedmaßen. Als die Heimbewohnerin am nächsten Morgen schließlich gefunden wurde, bot sich den Pflegern ein Bild des Grauens. Doch anstatt sofort den Notarzt zu rufen, geschah stundenlang absolut nichts.
Unfassbare Ignoranz des Pflegepersonals
Trotz des offensichtlich lebensbedrohlichen Zustands der Patientin unterließ es das Pflegepersonal, umgehend einen Krankenwagen zu verständigen oder die Angehörigen über den Vorfall zu informieren. Erst fast zwei Tage später – sage und schreibe 38 Stunden nach der folgenschweren Ameisen-Attacke – wurde ein Notruf abgesetzt.
Dies geschah jedoch nicht aus eigenem Antrieb der Heimleitung, sondern erst auf massiven Druck der Tochter Jan Buice. Diese hatte ihre Mutter in der Einrichtung besucht und war über deren Zustand zutiefst schockiert. Sie bestand sofort auf einer unverzüglichen Einweisung in das nächste Spital.
Im später veröffentlichten Notrufprotokoll beschrieb ein Pfleger die verheerenden Verletzungen der Frau mit erschreckenden Worten: "Sie hat Beulen am ganzen Rücken, im ganzen Gesicht, es sieht ziemlich schlimm aus ... Sie wurde regelrecht aufgefressen."
Ärzte sehen direkten Zusammenhang mit dem Tod
Im Spital angekommen, diagnostizierten die Mediziner neben den unzähligen, hochgradig entzündeten Ameisenbissen auch eine schwere Unterkühlung sowie eine Lungenentzündung. Die geschwächte Patientin musste umgehend auf die Intensivstation verlegt und künstlich aufgewärmt werden. Trotz aller intensivmedizinischen Bemühungen verstarb die Patientin rund zwei Wochen nach dem Vorfall im Spital.
Die behandelnden Ärzte stellten im Nachhinein einen klaren und unmissverständlichen Zusammenhang zwischen den verheerenden Ameisenbissen und den tödlichen, lebensbedrohlichen Komplikationen her. Für die Familie ist das Verhalten des Heims absolut unentschuldbar. "Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie entsetzt ich war ... Niemand sollte so etwas durchmachen müssen", so die fassungslose Tochter Jan Buice in einem emotionalen Interview mit US-Medien. Der juristische Kampf um Gerechtigkeit hat nun begonnen.
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