Verband wütet

Ghana protestiert gegen Spieler-Bann

© AFP
Die ghanaische Regierung hat offiziell Protest gegen die Entscheidung Kanadas eingelegt, dem Fußball-Nationalspieler Thomas Partey die Einreise zu verweigern.
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Aufgrund dieses Einreiseverbots droht der Mittelfeldspieler das erste WM-Gruppenspiel Ghanas gegen Panama am 17. Juni in Toronto zu verpassen.

Einreiseverbot wegen Strafverfahren

Grund für die kanadische Maßnahme ist ein im Vereinigten Königreich anhängiges Strafverfahren gegen Partey. Der Spieler des FC Villarreal war im vergangenen Jahr sowie im Februar dieses Jahres wegen mehrfacher mutmaßlicher Vergewaltigung und sexueller Nötigung angeklagt worden, plädierte jedoch auf nicht schuldig. Der Prozessbeginn ist erst für November 2026 angesetzt. Laut den Einreisebestimmungen Kanadas kann Personen der Zugang verweigert werden, wenn sie eine Straftat begangen haben oder verurteilt wurden.

Ghanas kritisiert Ablehnung des Visumantrags

In einer offiziellen Protestnotiz an das kanadische Außenministerium kritisierte die Regierung Ghanas die Ablehnung des Visumantrags scharf als willkürlich und äußerst ungerecht. Sie pocht auf den Rechtsgrundsatz der Unschuldsvermutung und argumentiert, dass die Heranziehung unbewiesener Vorwürfe ohne gerichtliches Urteil unverhältnismäßig sei und grundlegende Fragen der Fairness aufwerfe. Ghana bemüht sich nun auf diplomatischem Weg und durch die Prüfung aller rechtlichen Mittel darum, die Entscheidung rechtzeitig rückgängig zu machen.

Da die beiden weiteren Gruppenspiele der ghanaischen Nationalmannschaft gegen England und Kroatien nicht in Kanada, sondern in den USA stattfinden, wird Partey an diesen Partien voraussichtlich teilnehmen können. Er bereitet sich derzeit bereits mit seinem Team in den USA auf das Turnier vor.

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