Klimawandel

Grundwasser tief: NÖ investiert Millionen

Das Wasser wird knapp.
© Getty Images
Nach einem trockenen Sommer bleibt das Grundwasser in Niederösterreich, speziell im südlichen Waldviertel, knapp.
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Regen half zwar der Natur, doch Günther Konheisner von der Landes-Wasserwirtschaft warnt gegenüber ORF NÖ: "Wir haben nach wie vor bei 90 Prozent unserer Grundwassermessstellen sehr tiefe Grundwasserstände."

Viele Gemeinden reagieren mit strikten Sparmaßnahmen. In Pöggstall wird inzwischen mit Regenwasser gegossen. Die Androhung nächtlicher Trinkwasserstopps im Sommer wirkte als "Wachrütteln", so Bürgermeister Helmut Hahn. Dennoch braucht es bald neue Wasserquellen: "2017 haben wir einen Brunnen erschlossen. Neun Jahre später reden wir schon wieder von Erschließungen. Die Menschen müssen lernen, mit dem Lebensmittel Trinkwasser anders umzugehen."

Viele Orte suchen nach neuen Quellen

Die Stadt Melk hat ihre Trinkwasserspeicher indes bereits verfünffacht. Bürgermeister Patrick Strobl erklärt die Entscheidung: "Wir haben gesehen, dass mit den 600-Kubikmeter-Behältern unsere Reserve zu Ende war." In Weinzierl am Walde, wo die Feuerwehr zeitweise Wasser anliefern musste, bleibt das verordnete Wassersparen weiterhin aufrecht. Auch zahlreiche andere Orte suchen akut nach neuen Quellen.

Um die Versorgung zukunftsfit zu machen, rät Experte Konheisner zu mehreren Standbeinen wie etwa überregionalen Netzen. Entsprechende Investitionen laufen bereits: Allein im ersten Halbjahr 2026 wurden in Niederösterreich 89 Wasserprojekte für 47 Millionen Euro genehmigt, um Leitungen, Brunnen und Speicher massiv auszubauen.

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