Gegen "Der Standard"

Haimbuchner klagt wegen Vorwurf der "zugeschanzten" Wohnungen

Haimbuchner
© APA/FOTOKERSCHI.AT/KERSCHBAUMMAYR
Wie berichtet sollen in einem Linzer Wohnhaus auffällig viele Parteifunktionäre und Vertraute – zwei davon aus dem FPÖ-Umfeld – Wohnungen erhalten haben.
OE24 auf Google bevorzugen

FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner wies im ORF OÖ-Sommergespräch Vorwürfe rund um die Wohnungsvergabe-Affäre scharf zurück und gab bekannt, dass er am Dienstag deswegen eine Klage gegen die Tageszeitung "Der Standard" eingebracht.

Auf Facebook hat der LH-Stellvertreter zur Causa folgendes gepostet: "Der Standardartikel zum Thema Wohnungskauf einer ehemaligen Referentin aus meinem Büro und einer ehemaligen Landtagsabgeordneten der FPÖ lesen sich wie ein Offenbarungseid der linken "Qualitätsmedien". Völlig ahnungslos schlingert sich der Standard durch eine Räuberpistole, die er sich selbst ans Knie hält. Beiden Damen wären wörtlich "Sozialwohnungen zugeschanzt" worden. Kein Wort, dass diese Wohnungen zu völlig marktüblichem Preis von einer Wohnungsgesellschaft verkauft worden waren."

Diffamierungskampagne

Gut ein Jahr vor der Landtagswahl kündigte er im Sommergespräch eine Verschärfung der Gangart an. Wer künftig unrichtige Behauptungen aufstelle, werde ebenfalls geklagt: "Ich beschreite sonst nie den Rechtsweg." Aber er werde „diese Diffamierungskampagne nicht akzeptieren."

SPÖ-Landeschef Martin Winkler forderte "die Offenlegung aller Vergabe-, Bewertungs- und Förderakten und eine unabhängige Sonderprüfung" und spricht von einem "schwarz-blauen Wohnbausumpf".

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden