Die Bilder gehen unter die Haut: Stark abgemagerte Schafe und Ziegen, die kurz vor dem Verhungern stehen - die dokumentierten Zustände in einem Mastbetrieb in St. Pölten lösen nicht nur bei Tierfreunden blankes Entsetzen aus. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) hat den niederösterreichischen Hof bereits mehrmals angezeigt und im Zuge dessen einschlägige Fotos und Videos aus dem Stall veröffentlicht, die vor allem auf Social Media für Empörung sorgen.
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Für die Bezirkshauptmannschaft St. Pölten hingegen habe sich ein anderes Bild ergeben. Sie verweist auf zwei amtstierärztliche Kontrollen im August dieses Jahres. Die letzte Überprüfung verlief laut Behörde "im Wesentlichen unauffällig", festgestellt worden seien lediglich geringfügige Mängel. Die auf den VGT-Bildern gezeigten Zustände hätten die Kontrolleure dabei nicht vorgefunden.
Der Landwirt, der den Mastbetrieb führt, dürfte somit ungeschoren davonkommen - und das, obwohl gegen ihn ein Tierhaltungsverbot besteht. Seine Gegner werfen ihm dennoch vor, weiterhin im Betrieb tätig zu sein. Offiziell soll die Betreuung der Tiere inzwischen von seiner Tochter übernommen worden sein. Auf dem Hof befinden sich laut Behörden rund 1.000 Tiere. Trotz der neuerlichen Aufregung ist eine Schließung des Betriebs derzeit nicht möglich. Auch strafrechtliche Folgen zeichnen sich aktuell nicht ab.
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