Route 2027 steht
Keine Chance für Gall? Tour de France verändert das „Gelbe Trikot“
Die 114. Ausgabe der Tour de France wird am 2. Juli in Edinburgh eröffnet und am 25. Juli auf der Avenue des Champs Élysées enden. Dass der „Grand Depart“ in Großbritannien steigen wird, war schon länger bekannt. Nun ist die gesamte Route präsentiert worden. Anders als im Vorjahr wird es heuer gleich zwei Zeitfahren (38 und 33 Kilometer) geben. Die Tour de Femmes beginnt fünf Tage nach dem Ende des Männer-Rennens in Leeds und endet nach 1.156 Kilometern am 7. August am Puy de Dome.
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Was die Zeitfahr-Spezialisten Tadej Pogacar, Jonas Vingegaard und vor allem Red-Bull-Star Remco Evenepoel freuen wird, sind zeitgleich keine guten Nachrichten für die heimische Rad-Hoffnung Felix Gall, der gegen die Uhr die größten Schwächen hat. Ob der Osttiroler 2027 in Frankreich für sein neues Team Lidl-Trek an den Start gehen wird, ist noch nicht festgelegt. Das neue Super-Team wird wohl auch noch abwarten, wie die Routen des Giro d'Italia und der Vuelta Espana aussehen werden.
Besonders bitter für die Bergspezialisten ist die lange Wartezeit auf den ersten schweren Tag. Erst auf der neunten Etappe der 3.479 Kilometer langen Route, die dennoch über 53.450 Höhenmeter führt.
Vorwürfe wegen Streckenführung
Der fünffache Gesamtsieger Tadej Pogacar hätte sich sicher eine schwierigere Strecke gewünscht. Tour-Direktor Christian Prudhomme hat Vorwürfe dementiert, dass die Strecke im kommenden Jahr sozusagen gegen Pogacar entworfen wurde, um das Rennen zumindest länger offen zu halten und eventuell Frankreichs Jungstar Paul Seixas oder Zeitfahrausnahmekönner Remco Evenepoel helfen soll.
Ungeachtet dieser Gerüchte gibt es ab kommendem Jahr noch eine weitere Änderung. Ausgerechnet die Trikots der Wertungsführenden - vor allem das legendäre „Gelbe Trikot“ - wurden verändert. Ab 2027 ist Castelli der neue Ausrüster.
Die Farben der Trikots sind unantastbar, und wir werden im Vergleich zu den letzten Jahren keine Änderungen sehen, sodass wenig Raum für radikal neue Designs bleibt. Castelli hat jedoch jedem der Trikots einige feine Details hinzugefügt, die den Fahrern, die sie tragen, das Gefühl geben könnten, etwas ganz Besonderes zu sein.
Neue Trikots ab 2027
An den Reißverschlüssen jedes Trikots befindet sich ein Tour-de-France–Branding, das in Anlehnung an Frankreichs Spitznamen l’Hexagone sechseckig ist. Wenn man den Reißverschluss des Gelben Trikots öffnet – das laut Castelli in der Farbe noch kräftiger leuchtet -, kommt ein rot-blauer Besatz zum Vorschein, der sich mit dem weißen Reißverschluss zur französischen Tricolore verbindet.
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„Für jede Marke von Radsportbekleidung ist die Herstellung des Gelben Trikots (Maillot Jaune) die größtmögliche Ehre“, erklärte Steve Smith, Global Brand Manager von Castelli. „Wir wollten, dass diese Trikots etwas ganz Besonderes werden. Deshalb entspringt jedes kleinste Detail unserer tiefen Ehrfurcht vor dem, was sie für den Sport und die Fahrer, die sie sich erkämpfen, bedeuten. Neben dem Streben nach maximaler Leistung und Aerodynamik wurde jedes einzelne Merkmal so gestaltet, dass es diesem Erbe gerecht wird.“
Große Änderung für besten Jung-Fahrer
Die größte Veränderung erhält das Trikot des besten Fahrers unter 25. Das „weiße Trikot“ wurde am Kragen und Saum mit ultravioletten Blitzen versehen, die farblich auf den neuen Sponsor des Trikots, Sanofi, abgestimmt sind. „Dies ist nicht das erste Mal, dass Castelli und die A.S.O. bei der Tour de France ihre Kräfte bündeln“, fuhr Smith fort. „Wir haben bereits von 1989 bis 1994 die Trikots der Führenden hergestellt, die von Champions wie Greg LeMond und Miguel Indurain bei historischen Siegen getragen wurden.“
Castelli wird auch Trikots für eine Reihe anderer ASO–Rennen bereitstellen. Während einige, wie Paris-Nizza, fast identisch mit denen der Tour sein werden, werden die Trikots für die Vuelta a España und die Vuelta Femenina anders aussehen und zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt. Doch das Hauptaugenmerk liegt, wie jedes Jahr, beim Kampf um das Gelbe Trikot. Während Pogacar zum sechsten Streich ausholt, hofft Lokalmatador Seixas und Superstar Evenepoel auf den Premieren-Sieg bei der großen Schleife und darauf, in Gelb strahlend in Paris über die Ziellinie zu fahren.
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