Gesundheit

Kleine Aufgaben, große Wirkung: So hilft NÖ aus psychischen Krisen

Frau liegt im Bett und bedeckt ihr Gesicht mit einem Kissen, wirkt gestresst oder verzweifelt.
© Getty Images
Ein Keramikvogel, ein Gemüsebeet oder ein gemeinsames Mittagessen können weit mehr als ein Silberstreif am Horizont sein: Das Land Niederösterreich setzt auf gezielte Hilfe für Menschen mit psychischen Belastungen – und eröffnet damit neue Chancen.
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Was auf den ersten Blick nach gemütlichem Basteln, Kochen oder Garteln aussieht, hat in den werkRäumen der Psychosozialen Zentren einen tieferen Sinn. Hier lernen Menschen, mit persönlichen Rückschlägen umzugehen, Verantwortung zu übernehmen und wieder an ihre eigenen Fähigkeiten zu glauben. Misslingt eine Aufgabe, wird nach Lösungen gesucht: Beim Kochen zählen Planung, Pünktlichkeit und Teamarbeit, während im Garten Geduld und Durchhaltevermögen gefragt sind. Dadurch entstehen Schritt für Schritt mehr Selbstständigkeit, Sicherheit und Vertrauen in einem selbst.

"Die Förderung der psychischen Gesundheit entscheidet oft darüber, ob Menschen ihren Alltag bewältigen, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zurückgewinnen und beruflich wieder Fuß fassen können. Genau deshalb müssen wir dort ansetzen, wo Unterstützung ganz praktisch wird", erklärte Arbeitsmarkt-Landesrätin Mag. Susanne Rosenkranz (FPÖ).

Stabilität schafft und neue Perspektiven

Besonders junge Menschen brauchen bei psychischen Belastungen früh Unterstützung. Die Jugendbildungszentren begleiten Jugendliche und junge Erwachsene dabei, Krisen zu bewältigen und wieder mehr Zutrauen in sich selbst zu gewinnen. An zwei Standorten gibt es bereits psychosoziale Unterstützung. 2027 soll das Angebot auf Krems sowie den Raum Baden/Mödling ausgeweitet werden.

"Aufmerksamkeit ist der Anfang. Entscheidend ist, dass daraus konkrete Hilfe entsteht. Deshalb treiben wir solche Angebote in Niederösterreich voran und unterstützen Strukturen, die Menschen stabilisieren, ihre Stärken sichtbar machen und ihnen neue Perspektiven eröffnen", betonte Rosenkranz abschließend.

Auch beim Einstieg ins Berufsleben setzt Niederösterreich an. Das Projekt Neuro.Match der MAG Menschen und Arbeit GmbH bringt neurodivergente Menschen mit passenden Unternehmen zusammen. Dabei werden beide Seiten begleitet, damit besondere Fähigkeiten erkannt und berufliche Hürden abgebaut werden. Das Ziel: Talente sollen nicht ungenutzt bleiben, sondern echte Chancen erhalten.

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