Vier Pleiten

Krisen-Camp! Alaba-Klub zieht Notbremse

Ein Fußballspieler von Udinese steht an der Ersatzbank, umgeben von sitzenden Mitspielern.
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Vier Niederlagen in Folge, der Trainer unter Druck: David Alabas neuer Klub Udinese greift vor dem nächsten Kellerduell zu einer drastischen Maßnahme.
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Kaum hat David Alaba sein Debüt in der italienischen Serie A gefeiert, steckt er schon mitten in einer Klubkrise. Nach vier Niederlagen hintereinander greift die Udinese-Führung durch: Der gesamte Kader muss ins vorgezogene Trainingslager. Drei Nächte im Hotel, abgeschirmte Vorbereitung und volle Konzentration auf das nächste Spiel.

Wie die italienische Regionalzeitung "Messaggero Veneto" am Donnerstag berichtet, haben Klubpatron Giampaolo Pozzo und sein Sohn Gino die Entscheidung gemeinsam getroffen. Der Druck auf Trainer Kosta Runjaic wächst.

Drei Nächte im Krisen-Trainingslager

Schon am Donnerstagabend muss die Mannschaft ins Hotel Là di Moret einrücken. Dort bleiben die Spieler bis zum Heimspiel gegen Lecce am Sonntag (12.30 Uhr).

Die Maßnahme ist ungewöhnlich. Zuletzt hatte Udinese nach dem 1:5 gegen Fiorentina im Dezember 2025 ein Trainingslager vorgezogen. Damals musste die Mannschaft bereits am Weihnachtsabend zusammenkommen.

Diesmal geht die Klubführung noch weiter. Drei Nächte soll sich der gesamte Kader auf das nächste Spiel vorbereiten. Auch öffentliche Trainingseinheiten sind in dieser Woche nicht vorgesehen.

Auslöser ist die sportliche Talfahrt. Nach dem 1:2 beim FC Torino am Montag steht Udinese bei vier Punkten aus sechs Ligaspielen. Der Klub hat bereits vier Meisterschaftspartien hintereinander verloren.

Alaba soll der Abwehr Stabilität geben

Ausgerechnet in dieser schwierigen Phase soll David Alaba eine Führungsrolle übernehmen. Der 34-jährige Wiener war erst Ende September nach Udine gewechselt und feierte gegen Torino sein Pflichtspieldebüt.

In der 72. Minute wurde der frühere Real-Madrid-Star eingewechselt. Am Ergebnis konnte er nichts mehr ändern, doch die italienische Presse bewertete seinen ersten Auftritt überwiegend positiv.

Runjaic hatte bereits vor dem Debüt die Erfahrung und Spielintelligenz des ÖFB-Kapitäns hervorgehoben. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Alaba nach seiner langen Spielpause noch nicht für 90 Minuten bereit sei.

Ob der Wiener gegen Lecce erstmals in der Startelf steht, ist offen. Bereits vor seinem Debüt hatte Runjaic ihn im Training auf der linken Position einer Dreierabwehr getestet.

Jetzt werden auch die Trainer hinterfragt

Der Druck beschränkt sich nicht auf die Spieler. Laut "Messaggero Veneto" beschäftigt sich Klubpatron Giampaolo Pozzo inzwischen auch mit der auffällig hohen Zahl an Verletzungen.

Besonders die Trainingsmethoden von Athletikverantwortlichem Jordi Garcia stehen dabei auf dem Prüfstand. Die Zeitung berichtet von wachsender Unzufriedenheit innerhalb der Klubführung.

Vor dem Lecce-Spiel gibt es allerdings auch positive Personalnachrichten. Mittelfeldspieler Jakub Piotrowski hat nach seinem medizinischen Eingriff die Freigabe zur Rückkehr erhalten. Alessandro Zanoli ist ebenfalls wieder verfügbar.

Dagegen fehlen Nicolò Zaniolo, Vakoun Bayo, James Abankwah und Idrissa Gueye weiterhin verletzt.

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