Goodbye Deutschland

Kult-Auswanderer sollen Hunde quälen

Auswanderer-Familie Alan
© Instagram
Schwere Vorwürfe gegen die durch die VOX-Doku "Goodbye Deutschland" bekannt gewordene Familie Alan: In ihrem luxuriösen Boutique-Hotel in der Türkei sollen drei Hunde unter unhaltbaren und grausamen Bedingungen gehalten werden.
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Im Jahr 2023 erlangte die Familie Alan aus Mannheim durch die VOX-Auswanderer-Doku "Goodbye Deutschland" große Bekanntheit.

Drama im Luxus

Bauinvestor Osan Alan (43), seine Ehefrau Derya (45) und ihre drei gemeinsamen Kinder kehrten Deutschland im Jahr 2022 den Rücken, um in der türkischen Küstenstadt Bodrum ein neues Leben zu beginnen. Teil ihres großen Auswanderer-Traums war zudem die Eröffnung des modernen und luxuriösen Boutique-Hotels "The Boutique Cappadocia" in der rund 900 Kilometer entfernten Stadt Ürgüp. Doch hinter der glanzvollen Fassade des Anwesens spielt sich laut Augenzeugen ein echtes Tierdrama ab, wie die Bild berichtet.

Keine Freiheit für Cane-Corso-Hunde

Im Dezember 2022 verkündete die Familie stolz auf Instagram, dass das exklusive Hotel mit 500 Quadratmetern Wohnfläche, Außenpool und edler Ausstattung offiziell für Gäste buchbar sei. Laut Buchungsportalen müssen Urlauber für eine Nacht ab knapp 900 Euro auf den Tisch legen. Doch während die Menschen im puren Luxus schwelgen, sieht der Alltag für die drei Hunde der Familie im tiefer gelegenen Personaltrakt verheerend aus.

Urlauber, die das Anwesen erst kürzlich gemietet hatten, berichteten der BILD-Zeitung (die haben auch Videos vorliegen) von unhaltbaren Zuständen. Die drei Tiere der italienischen Rasse Cane Corso fristen ihr Dasein demnach komplett ohne Freilauf – gehalten ausschließlich an kurzen Ketten oder in engen Käfigen. Die Vierbeiner seien sichtlich unterernährt, krank und machten einen schwer traumatisierten Eindruck.

Bestialischer Gestank und Polizeieinsätze

Da sich offenbar niemand der Familie persönlich um die Tiere kümmert oder mit ihnen spazierengeht, beschränkt sich die Pflege auf das Nötigste. Ein Gärtner spritzt die Exkremente der Hunde einmal am Tag von den Holzpaletten, auf denen eines der Tiere leben muss.

Gäste des Hauses berichten:

  • Der Geruch: Der Kot, der sich unter den Paletten ansammelt und nicht weggespült wird, sorgt auf dem Grundstück für einen bestialischen Gestank.
  • Der Lärm: Die Tiere bellen aus Verzweiflung oft die ganze Nacht hindurch. Viele Urlauber beschwerten sich bereits beim Gärtner über den Ruhestörungen und das sichtbare Leid.
  • Die Behörden: Sogar die örtliche Polizei war aufgrund der lauten Beschwerden bereits zweimal vor Ort auf dem Grundstück – bislang allerdings ohne jegliche Konsequenzen für die Halter.

Familie Alan, der das Hotel nach wie vor gehört, ist mittlerweile wieder in ihre Heimatstadt Mannheim zurückgekehrt. Eine offizielle Anfrage zu den Vorwürfen der Tierquälerei ließen die Auswanderer auf mehreren Kanälen bislang unbeantwortet.

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