FÄLSCHER AUFGEFLOGEN
Kurzer Prozess: Fast 40.000 Schuhe vernichtet
Der spektakuläre Fund gelang dem französischen Zoll im Hafen von Le Havre. Dort entdeckten die Beamten mehr als 37.000 gefälschte Sneaker in zahlreichen Containern aus China. Die Lieferung war für ein französisches Unternehmen bestimmt, das bereits zuvor wegen illegaler Geschäfte ins Visier der Behörden geraten war.
Die Fälschungen waren laut Zoll kaum von den Originalen zu unterscheiden. Die Hersteller hätten bekannte Sportmarken bis ins kleinste Detail kopiert. Für Laien sei es nahezu unmöglich gewesen, die Schuhe als Plagiate zu erkennen.
Zoll sichert jeden Karton einzeln
Um zu verhindern, dass die Ware doch noch auf dem Schwarzmarkt landet, wurden die beschlagnahmten Sneaker zunächst unter strengen Sicherheitsvorkehrungen gelagert. Die Paletten wurden mit schwarzer Folie umwickelt und genau dokumentiert. Der Aufwand zeigt, wie ernst die Behörden den Kampf gegen Markenpiraterie mittlerweile nehmen.
Vernichtung statt Verkauf
Nach Abschluss der Ermittlungen fiel die Entscheidung: Die beschlagnahmte Ware wurde geschreddert. Damit soll verhindert werden, dass die gefälschten Produkte doch noch in Umlauf geraten.
Bilder der Aktion zeigen riesige Mengen an Schuhen, die von Maschinen zerstört wurden.
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Milliardengeschäft mit Fälschungen
Produktpiraterie zählt weltweit zu den lukrativsten illegalen Geschäften. Besonders gefragt sind gefälschte Sneaker, Luxusartikel, Kleidung und Elektronikprodukte.
Für die betroffenen Markenhersteller entstehen dadurch jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhe.
Gefahr für Käufer
Experten warnen zudem davor, dass gefälschte Produkte oft deutlich schlechter verarbeitet sind als die Originale. Gerade bei Schuhen können minderwertige Materialien oder fehlende Qualitätskontrollen zum Problem werden.
Zoll warnt vor Online-Käufen
Viele Fälschungen gelangen über Online-Plattformen oder soziale Netzwerke zu den Käufern. Der Zoll rät deshalb, bei auffällig günstigen Angeboten besonders vorsichtig zu sein.
Aus Schuhen wird Industrie-Rohstoff
Nach der Freigabe zur Vernichtung wurden die Schuhe nicht einfach entsorgt. Die Fake-Sneaker landeten zwar im industriellen Schredder, die Überreste wurden anschließend jedoch weiterverwertet. Die zerkleinerten Materialien dienen künftig als Rohstoff für die Industrie, unter anderem für die Herstellung von Produkten in Zementwerken.
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