Raiffeisenkahlschlag

Lagerhaus-Krach: FPÖ-Wutbauer schießt gegen ÖVP

Eines der vielen Lagerhäuser.
© RL
Wegen der Schließung mehrerer Lagerhaus-Standorte in Niederösterreich geht FPÖ-Agrarsprecher Peter Schmiedlechner auf die ÖVP los. Er verlangt Transparenz und Konsequenzen an der Spitze.
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Betroffen sind unter anderem Aspang, Pernitz und Thomasberg. ÖVP-LAbg. Hermann Hauer wirft Schmiedlechner Poltern vor, der kontert: "Transparenz einzufordern ist kein Poltern, Herr Hauer! Standorte verschwinden, Arbeitsplätze gehen verloren – und die Verantwortlichen schulden Bauern und Mitarbeitern endlich Antworten!" FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Peter Schmiedlechner ist wütend.

Peter Schmiedlechner
Peter Schmiedlechner © Parlament

"Besonders bemerkenswert ist die enge Vernetzung zwischen Bauernbund, Lagerhaus-Führung und Gemeindepolitik. BBK-Obmann Handler ist gleichzeitig geschäftsführender Gemeinderat in Thomasberg. Lagerhaus-Obmann Peter Stangl ist ÖVP-Gemeinderat in Warth und regelmäßig bei Veranstaltungen der bäuerlichen Interessenvertretung präsent. Wer wusste wann von den Schließungsplänen und warum wurde die Gemeinde Thomasberg nach eigener Darstellung überrascht?"

Was brachte schon die "Taskforce Wirtschaft"?

Hauers Verweis auf die Taskforce Wirtschaft lässt er nicht gelten: "Welche Arbeitsplätze konnten dadurch gesichert werden?" Vom Bauernbund kommt für ihn nur eines: "Schweigen im Walde!"

Vier Forderungen

Schmiedlechner verlangt die Offenlegung aller Filialzahlen der letzten fünf Jahre, eine unabhängige Prüfung der Schließungen, personelle Konsequenzen bei Vorstand und Aufsichtsrat sowie einen Sozialplan für Mitarbeiter. Sein Appell: "Die Kunden, Bauern und Mitarbeiter dürfen nicht die Zeche für mögliche Fehlentscheidungen bezahlen!"

Auch LH Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) nimmt er in die Pflicht: "Regionalität darf nicht bei Sonntagsreden enden, während vor Ort die Rollläden heruntergehen!" Zusammenfassen lässt sich sagen: Am Lande rumorts.

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