In Wien
Lebensmittelproben: Marktamt beanstandet nur 0,5 Prozent
Nur 0,5 Prozent der vom Wiener Marktamt entnommenen Lebensmittelproben werden als gesundheitsschädlich beanstandet. Darauf wurde am Freitag anlässlich des internationalen Tags der Lebensmittelsicherheit (7. Juni) in einer Aussendung hingewiesen. Insgesamt 92 Lebensmittelinspektorinnen und -inspektoren vom Marktamt führen rund um die Uhr Kontrollen durch. Dabei sorgen Einzelfälle wie illegale Teigtascherlfabriken und falsch gekühlte Fleischprodukte immer wieder für Aufsehen.
Erst neulich wurden 75.000 Eier, die nicht den rechtlichen Bestimmungen hinsichtlich Eierstempelung entsprochen haben, bei einer Anlieferung nach Wien durch das Marktamt beanstandet. Auch das Bacillus-Cereus-Toxin in Babynahrung wurde durch das Marktamt Wien aufgedeckt und mittels Schnellwarnsystem im restlichen Europa veröffentlicht. Die größte Lebensmittelrückholaktion, die jemals in Österreich durchgeführt wurde, wurde ebenso von der Lebensmittelkontrolle Wiens überwacht: 28 Millionen Flaschen Limonade mussten aus den Supermarktregalen an die Produktion retourniert werden, da die Beinhaltung von Metallteilen nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde in der Aussendung des Marktamts Resümee gezogen.
Laut Weltgesundheitsorganisation betreffen lebensmittelbedingte Krankheiten jährlich rund zehn Prozent der Weltbevölkerung und führen schätzungsweise zu 420.000 Todesfällen. In Wien führt das Marktamt pro Jahr rund 32.000 Lebensmittelkontrollen in allen 18.500 Lebensmittelbetrieben durch. "Das Einsatzgebiet ist breit: Es reicht vom Wirtshaus ums Eck bis zum Supermarkt, den Produktionsbetrieben über Großküchen, Wohnheime und Spitäler bis hin zu den Wiener Märkten", informierte Marktamtsdirektor Andreas Kutheil.
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