Tragödie

Mann erschießt eigene Ehefrau bei Echsenjagd

Eine Overo-Echse kriecht über einen unbefestigten Feldweg im Freien.
© Getty Images (Symbolbild)
Eine vermeintlich harmlose Jagd auf ein kriechendes Reptil endete im brasilianischen Cáceres in einer furchtbaren Tragödie, bei der eine Frau durch einen Schuss aus einer Schrotflinte getötet wurde. Der Ehemann wurde daraufhin von der örtlichen Polizei festgenommen, da erhebliche Zweifel an seiner Schilderung des Unfalls bestehen.
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Der schreckliche Vorfall ereignete sich auf einem ländlichen Gehöft in Cáceres im Südwesten Brasiliens. Die Ehefrau, Ana Leite C., hatte im hauseigenen Hühnerstall eine riesige Teju-Echse entdeckt. Diese Echsenart ist in Südamerika für ihre Gefräßigkeit bekannt und dringt häufig in Ställe ein, um Eier zu stehlen. Laut Berichten des brasilianischen Nachrichtenportals globo.com bat die Frau ihren Ehemann inständig darum, das lästige Reptil zu erschießen, um den Hühnerbestand und die wertvolle Ernte zu schützen.

Der Ehemann griff daraufhin zu einer Schrotflinte des Kalibers 28. Nach seinen späteren Angaben bei der polizeilichen Vernehmung feuerte er direkt aus dem Wohnhaus heraus in Richtung des Hühnerstalls, um die Echse zu treffen. In genau diesem verhängnisvollen Moment sei seine Ehefrau jedoch völlig unerwartet in die Schusslinie gelaufen. Die Ladung aus der Schrotflinte traf die Frau im Bereich des Oberkörpers und verletzte sie lebensgefährlich.

Dramatische Rettungsaktion auf offener Straße

Direkt nach dem Vorfall geriet der Schütze offenbar in Panik. Er rief sofort einen Nachbarn zu Hilfe, um die schwerverletzte Frau so schnell wie möglich in eine medizinische Einrichtung zu transportieren. Die beiden Männer luden das Opfer auf die Ladefläche eines Fiat Strada und fuhren eiligst in Richtung des nächsten Spitals los.

Auf halber Strecke trafen die Männer glücklicherweise auf einen entgegenkommenden Rettungswagen, der nach einem abgesetzten Notruf bereits alarmiert worden war. Das Rettungsteam übernahm das schwer verletzte Opfer umgehend auf offener Straße. Eine Polizeistreife, die zufällig auf die Situation aufmerksam wurde, eskortierte den Rettungswagen mit Blaulicht direkt bis zur Notaufnahme der Klinik. Trotz aller Bemühungen der Ärzte kam für die Frau jedoch jede Hilfe zu spät. Sie erlag kurz nach der Ankunft im Spital ihren schweren Schussverletzungen.

Polizei hegt schwere Zweifel und nimmt Ehemann fest

Die örtlichen Ermittlungsbehörden leiteten sofort eine Untersuchung ein und nahmen den Ehemann noch im Spital fest. Die Ermittler stehen der Version des tragischen Jagdunfalls äußerst skeptisch gegenüber. Es wird geprüft, ob es sich in Wahrheit um ein vorsätzliches Tötungsdelikt oder zumindest um grobe Fahrlässigkeit beim Umgang mit einer Schusswaffe handelt.

Die Spurensicherung war bereits vor Ort auf dem Gehöft aktiv und stellte umfangreiches Beweismaterial sicher:

  • Schusswaffen: Zwei Schrotflinten wurden im Wohnhaus sichergestellt.
  • Munition: Mehrere unbenutzte Patronen sowie eine bereits verschossene Hülse wurden konfisziert.
  • Spurenlage: Die Einschusswinkel und die Position des Opfers werden nun kriminaltechnisch rekonstruiert.

Der Verdächtige verbleibt bis auf Weiteres in Untersuchungshaft, während die Gerichtsmedizin die Leiche von Ana Leite C. obduziert, um die genaue Flugbahn des tödlichen Schusses zu bestimmen.

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