Nach Heli-Diebstahl

Morgenstern fürchtet den nächsten Mega-Coup

Ein Hubschrauber im Flug, daneben ein Mann mit Red Bull-Kappe und Mikrofon.
© instagram/GEPA
Seit Ende September ist ein 800.000 Euro teurer Hubschrauber verschwunden. Thomas Morgenstern glaubt, dass hinter dem Diebstahl mehr stecken könnte.
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Der spektakuläre Hubschrauber-Diebstahl im Salzburger Lungau gibt weiter Rätsel auf. Skisprung-Olympiasieger Thomas Morgenstern hat einen brisanten Verdacht: Die Täter könnten mit der gestohlenen Maschine einen größeren Coup planen. Seit dem 28. September fehlt von dem Robinson R44 jede Spur.

"Vielleicht mehr im Schilde führen"

Morgenstern nutzte den rund 800.000 Euro teuren Helikopter regelmäßig für Rundflüge. Einen Verkauf in Europa hält er für unwahrscheinlich, weil die Bauteile anhand ihrer Seriennummern identifiziert werden können.

In der ServusTV-Sendung "Fahndung Österreich" verwies der ehemalige Spitzensportler auf zwei frühere Fälle, bei denen gestohlene Hubschrauber für größere Verbrechen eingesetzt werden sollten. "Und die sind dann immer für einen größeren Coup eingesetzt worden. Da war immer ein anderer Plan dahinter", erklärte Morgenstern.

Hubschrauber für Gefängnisausbruch und Bankraub

1989 sollte ein gestohlener Hubschrauber bei einem Gefängnisausbruch in Frankreich helfen. Der Versuch scheiterte. 2009 landeten Kriminelle in Stockholm mit einem gestohlenen Helikopter auf einem Gelddepot und erbeuteten umgerechnet rund 3,5 Millionen Euro.

Auch im aktuellen Fall hält Morgenstern einen größeren Plan für möglich. "Zur Gaude haben die Täter den riskanten Flug nicht gemacht und auch nicht wegen des Werts des Hubschraubers am Schwarzmarkt", sagte er. Die Täter könnten "vielleicht mehr im Schilde führen".

Der Olympiasieger vermutet außerdem, dass die blau-gelbe Beklebung der Maschine inzwischen entfernt wurde. Möglicherweise könnte der Hubschrauber für mehrere Wochen in einem Hangar oder Stall versteckt werden.

Ersatz kostet rund 800.000 Euro

Der Diebstahl bedeutet für Eigentümer Manuel Aster und Morgenstern einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden. Seit 2019 bietet der Ex-Skispringer Rundflüge an. Nachdem er seinen eigenen Hubschrauber im Vorjahr verkauft hatte, nutzte seine Firma seit Sommer 2025 die Maschine von Aster.

Nun muss Ersatz gefunden werden. Ein neuer Helikopter würde rund 800.000 Euro kosten und wäre erst in etwa einem Jahr verfügbar. Deshalb wird nach einer gebrauchten Maschine gesucht.

Aufgeben will Morgenstern trotzdem nicht. "Aufgeben ist keine Option", erklärte er in der Ö3-Sendung "Walek wandert", die am Sonntag um 9 Uhr ausgestrahlt wird.

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