Erfolgsprojekt

NÖ-Jobkrise: Neustart für arbeitslose Frauen

Die Jobsuche ist oft nicht einfach.
© Getty Images
In Niederösterreich ist die Arbeitslosigkeit zuletzt mit 7,7 Prozent deutlich stärker gestiegen als im Österreich-Schnitt. Besonders Frauen sind mit einem Plus von 11,3 Prozent stark betroffen.
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Hier setzt das vom AMS und dem Land geförderte Beschäftigungsprojekt "unida" in Amstetten an, das langzeitarbeitslose Frauen beim beruflichen Wiedereinstieg begleitet, wie eine ORF-Recherche zeigt.

In einem Second-Hand-Shop, in der Küche oder im Café sammeln die Teilnehmerinnen wertvolle Praxis. Standortleiterin Susanne Leitner-Posch betont den Ansatz gegenüber ORF NÖ: "Bei uns haben Frauen die Chance, von Montag bis Freitag einer Tätigkeit nachzugehen und nicht passiv Arbeitslosengeld zu bekommen, sondern aktiv dafür zu arbeiten."

Hälfte der Frauen finden dauerhafte Anstellung

Neben Bewerbungstrainings und Deutschkursen steht vor allem die persönliche Entwicklung im Fokus. In Gesprächen wird an individuellen Hürden wie fehlender Kinderbetreuung, Wohnungssuche, Mobilität oder Gewalterfahrungen gearbeitet. Dabei hilft auch eine psychosoziale Mitarbeiterin. Laut Leitner-Posch verlaufen Männerkarrieren oft geradliniger, während Frauen durch Sorgearbeit für Familie häufiger beruflich ausfallen und dadurch schwerer neue Jobs finden. Deshalb unterstützt das Projekt auch ganzheitlich, etwa bei der Betreuungssuche.

Die Bilanz des 1998 gegründeten Projekts, das kürzlich mit der GESA fusionierte, ist positiv: Über die Jahre fand rund die Hälfte der Frauen eine dauerhafte Anstellung, oft begleitet von persönlichen Erfolgen wie nachgeholten Lehrabschlüssen.

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