NÖGUS-Bilanz

NÖ plant Gesundheit bis 2040

Landesrat Martin Antauer (rechts) und NÖGUS-Geschäftsführer Volker Knestel mit den Geschäftsberichten
© FPÖ NÖ
Niederösterreichs Gesundheitswesen steht vor einem Umbruch – und die Zahlen des aktuellen Geschäftsberichts zeigen, wie groß die Dimension bereits heute ist. Landesrat Martin Antauer (FPÖ) und NÖGUS-Geschäftsführer Volker Knestel präsentierten bei einer gemeinsamen Pressekonferenz eine beeindruckende Leistungsschau – und den Fahrplan für die kommenden Jahrzehnte.
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„Das Jahr 2025 darf getrost als Meilenstein für den NÖGUS bezeichnet werden", so Antauer. Der Grund: Mit dem Gesundheitsplan 2040+ und dem darauf aufbauenden Regionalen Strukturplan Gesundheit (RSG) gibt es erstmals ein rechtsverbindliches Werkzeug, das die langfristige Gesundheitsplanung konkret auf die niederösterreichischen Regionen herunterbricht. „Das gab es – mit dieser Rechtsverbindlichkeit – bisher noch nie in NÖ", betont der Landesrat.

Die Zahlen, die dahinterstecken

Die Dimension des NÖGUS wird bei einem Blick auf die Leistungszahlen 2025 greifbar: 2,25 Millionen ambulante Hauptdiagnosen, über 300.000 stationäre Diagnosen, knapp 258.000 Operationen sowie 266.360 MRT- und CT-Untersuchungen. Rund 6.200 Ambulanzbesuche registriert das System – pro Tag. Die durchschnittliche Verweildauer im Krankenhaus liegt bei 5,8 Tagen, Tendenz: sinkend. „Jeder Patient möchte so rasch wie möglich wieder in häusliche Obhut, und die Ressource Mensch ist knapp", erklärt Antauer die Strategie dahinter.

Wohnortnahe Versorgung im Fokus

Ein zentraler Baustein: die Primärversorgungszentren. Mittlerweile gibt es 16 davon in ganz Niederösterreich – zwei mehr als noch Ende 2025. Sie bündeln medizinische Expertise unter einem Dach und punkten mit langen Öffnungszeiten. Ergänzt wird das Angebot durch zwei innovative Projekte: Herz-Mobil NÖ setzt bei Herzinsuffizienz-Patienten auf telemedizinische Betreuung, das Ziel bis 2028 lautet 1.650 betreute Patienten pro Jahr. Das Demenz-Service NÖ wiederum vernetzt Beratung, Info-Points und Veranstaltungen – 2025 wurden knapp 1.000 Beratungen und 129 Vorträge mit rund 4.000 Besuchern gezählt.

Qualität als Kernaufgabe

Auch Knestel unterstreicht die Bedeutung des Gesundheitsplans 2040+. Neben der Finanzierung der Landeskliniken stehe die Qualitätssicherung im Zentrum der NÖGUS-Arbeit, ausgewählte Indikatoren würden dabei helfen, die gesamte Behandlungskette zu verbessern. Enge Kooperationen mit Wissenschaft und universitären Einrichtungen runden das Bild ab.

Blick in die Zukunft

Besonders spannend wird der Ausblick: Der Ausbau auf zehn Acute-Community-Nurse-Standorte ist bereits in Vorbereitung, mit dem Ziel, Krankenhausaufenthalte im pflegerischen Bereich deutlich zu reduzieren. Über die Notrufnummer 1450 wurden 2025 bereits rund 65.000 Gesundheitsberatungen abgewickelt – mit weiter steigender Tendenz. Und auch eine eigene niederösterreichische Strategie zur Gesundheitsförderung ist bereits in Arbeit. „Wir machen uns mit Zuversicht, Respekt und Tatendrang an die zukünftigen Aufgaben", so Knestel abschließend.

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