Eine neue Recherche der "New York Times" wirft Fragen über eine mögliche Vertuschung der Morde aus dem Jahr 1994 auf. Im Zentrum steht Joseph "Joey" Ippolito, ein verurteilter Drogenhändler, der Kontakte zu Simpson gehabt haben soll.
Laut den Angaben seines Bruders soll Ippolito in der Mordnacht mit Blut an den Händen und einer schweren Tasche nach Hause gekommen sein. Später soll er die Tasche in einem Müllcontainer entsorgt haben. Diese Behauptungen sind bislang nicht bewiesen.
Simpsons Anwalt mahnt zur Zurückhaltung
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Malcolm LaVergne, der frühere Anwalt Simpsons und Verwalter seines Nachlasses, äußerte sich gegenüber TMZ zu den neuen Vorwürfen. Er verstehe zwar die anhaltende Faszination für den Fall, warnte aber davor, die Spekulationen immer weiter anzuheizen. Das könne für die Angehörigen der Opfer schmerzhaft und respektlos sein.
LaVergne betonte, dass weder Nicole Brown Simpson noch Ron Goldman oder O.J. Simpson selbst ihre Sicht der Ereignisse schildern könnten – alle drei sind inzwischen tot. Ob weitere Theorien den Familien tatsächlich helfen, bezweifelt er.
Fokus auf Simpsons Nachlass
Statt sich an neuen Spekulationen zu beteiligen, wolle LaVergne den Nachlass Simpsons abwickeln und offene Forderungen von Gläubigern bearbeiten. Dazu zählen auch Ansprüche von Fred Goldman, dem Vater des ermordeten Ron Goldman.
LaVergne hoffe, mit seiner Arbeit zumindest ein Stück weit zu einem Abschluss beitragen zu können.
O.J. Simpson wurde strafrechtlich freigesprochen
Simpson wurde 1995 im Strafprozess wegen der Morde freigesprochen. In einem späteren Zivilverfahren wurde er jedoch für die Todesfälle haftbar gemacht. Im April 2024 starb er.
Die neuen Vorwürfe gegen Ippolito sind nicht bewiesen. Ob sie weitere Erkenntnisse in einem der bekanntesten Kriminalfälle der US-Geschichte bringen, bleibt offen.
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