Jugendkriminalität

Polizei jagt Teenie-Bande in Döbling

© APA/MAX SLOVENCIK
Nach einer Welle von Einbrüchen und Raubüberfällen durch jugendliche Täter reagiert die Polizei mit voller Härte. Das Aufgebot in Döbling wurde erhöht und es gab bereits erste Festnahmen.
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In Döbling treibt eine Gruppe von teils noch strafunmündigen Jugendlichen ihr Unwesen. Die Kriminalstatistik zeigt eine gefährliche Entwicklung im Bezirk, denn vor allem die Zahl der Raubüberfälle ist zuletzt drastisch nach oben geschnellt.

Ein Blick auf die Kriminalstatistik zeigt das ganze Ausmaß. Von Dezember 2025 bis Mai 2026 kletterten die Raubanzeigen auf 29 Fälle hinauf, während es im Jahr davor noch 9 Anzeigen waren. Die Zahl der Einbruchsdiebstähle stieg im selben Zeitraum von 48 auf 55 Fälle an. Besonders heuer im März und April kam es zu einer Häufung dieser Delikte. Um dieser besorgniserregenden Lage Herr zu werden, trafen einander Bezirkschef Daniel Resch (ÖVP), Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) und Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan zu einem dringenden Arbeitsgespräch.

Mehr Streifen und Razzien

Hinter den Taten steckt nach Einschätzung der Ermittler eine Gruppierung von jugendlichen Intensivtätern. Die Wiener Polizei hat deshalb ihr Aufgebot im Bezirk massiv verstärkt und führt laufend Schwerpunktkontrollen durch, wobei es auch schon erste Festnahmen gab – die Ermittlungen sind allerdings noch im Gange.

"Mein Dank gilt der Wiener Polizei, mit der die Zusammenarbeit ausgezeichnet funktioniert. Auch zwischen der Polizei und den Schulen gibt es einen laufenden Austausch, den wir in den kommenden Wochen noch weiter intensivieren werden", betont Resch.

Gerhard Karner, Daniel Resch und Dieter Csefan. © BMI/Karl Schober

Vonseiten des Innenministeriums und der Polizeiführung gab es beim Gipfel zudem die klare Zusage, den Kontrolldruck im Bezirk konsequent hochzuhalten und über Schwerpunktaktionen weiter zu verstärken.

Resch: Justizministerium ist gefordert

Weil die Exekutive bei den ganz jungen Tätern an ihre rechtlichen Grenzen stößt, fordert der Bezirkschef nun politische Konsequenzen auf höherer Ebene. Ein langfristiger Schutz soll künftig durch eine noch engere Kooperation zwischen dem Ministerium, der Polizei, der Stadt Wien und den Schulen aufgebaut werden.

"Es zeigt sich, dass die Tätergruppen immer jünger werden. Auch wenn die Polizei bereits wichtige Erfolge erzielt hat, braucht es dringend geeignete Maßnahmen, um auch gegen unter 14-jährige Intensivtäter wirksam vorgehen zu können. Hier ist das Justizministerium gefragt, rasch Lösungen zu finden", so Resch.

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