Nach einer bemerkenswerten Aufholjagd im turbulenten Samstagsrennen in Hockenheim reicht dem oberösterreichischen Porsche-Piloten im großen Saisonfinale am Sonntagnachmittag eine kontrollierte Fahrt zum zweiten Titel nach 2023.
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Das erste Rennen des Wochenendes begann für den Gesamtführenden mit einem herben Rückschlag. Nach einem Ausritt in der Anfangsphase fiel der Oberösterreicher im Porsche bis auf Rang elf zurück. Preining bewies jedoch Nervenstärke, arbeitete sich kontinuierlich durch das Feld nach vorne und betrieb mit Platz fünf wichtige Schadensbegrenzung im Meisterschaftskampf.
Vor den Fernsehkameras fand Preining im Anschluss deutliche Worte zum harten Einstieg in den Finallauf: "Ich bin froh, dass wir überhaupt angekommen sind. Mir ist am Anfang jeder in die Karre gefahren, von dem einen oder anderen auch nicht ganz sportlich, aber das ist zu erwarten beim Finale, da geht es immer heiß her. Ich hatte Glück, dass der Boxenstopp beim einen oder anderen nicht gepasst hat." Auf Nachfrage, wen er konkret mit den unsportlichen Aktionen meinte, wollte sich der Porsche-Pilot vor laufender Kamera nicht festlegen. Zudem bedankte er sich ausdrücklich bei seiner Boxenmannschaft für die geleistete Arbeit.
Die Ausgangslage vor dem finalen Showdown
Vor dem entscheidenden Wertungslauf am Sonntagnachmittag hat sich Preining eine hervorragende Ausgangsposition erarbeitet. Da an einem Renntag maximal 28 Punkte vergeben werden, haben nur noch zwei Piloten rechnerische Chancen auf den Titelgewinn:
- Thomas Preining (Porsche): 209 Punkte – Gesamtführender
- Marco Wittmann (BMW): 20 Zähler Rückstand – erster Verfolger
- Maro Engel (Mercedes): 22 Zähler Rückstand – Außenseiterchancen
Trotz des komfortablen Punktepolsters von 20 Zählern bleibt Preining wachsam. Die Gefahr eines technischen Defekts oder einer unverschuldeten Kollision fährt im packenden DTM-Feld permanent mit. "Man sieht, wie schnell es gehen kann in der DTM. Wenn man von allen Seiten attackiert wird, kann was daneben gehen", warnte der Linzer vor zu früher Siegesgewissheit.
Lucas Auer jubelt über zwölften Tagessieg
Den Tagessieg in Hockenheim sicherte sich ein weiterer Österreicher: Der Tiroler Mercedes-Pilot Lucas Auer, Neffe von Ex-Formel-1-Star Gerhard Berger, triumphierte nach einer fehlerlosen Leistung und feierte seinen bereits zwölften DTM-Tagessieg. Unmittelbar nach der Zieldurchfahrt funkte ein überglücklicher Auer ein begeistertes "Megajob!" an seine Boxencrew.
Im Ziel zog der Tiroler zufrieden Bilanz: "War super, ein spannendes Rennen." Zuvor hatte sich Auer ein hartes Duell mit Luca Engstler geliefert, bei dem es zu einer leichten Berührung kam. In der Folge drehte sich Engstler von der Strecke und schlug unsanft in den Streckenbegrenzungen ein, blieb dabei glücklicherweise unverletzt. Auer richtete gut gemeinte "liebe Grüße" an seinen Konkurrenten aus und ordnete die Szene sachlich ein: "Wir waren in der Spitzkehre Seite an Seite. Es war eine unglückliche Situation, hartes Racing aber nicht mehr."
Boxenstopp-Panne wirft Engel im Titelkampf zurück
Hinter Auer komplettierte BMW-Fahrer Marco Wittmann das Podium als Dritter, wodurch er zum schärfsten Preining-Jäger avancierte. Bitter verlief der Nachmittag hingegen für Auers Mercedes-Teamkollegen Maro Engel. Der Deutsche lag aussichtsreich im Rennen, ehe ein verpatzter Reifenwechsel wegen einer klemmenden Schraube den wahrscheinlichen Sieg kostete. Nach einem harten Duell musste sich Engel schließlich mit Rang vier hinter Wittmann begnügen. Am Sonntagnachmittag fällt nun die endgültige Entscheidung über die DTM-Krone.
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